Ausnahmezustand in Ecuador nach Protesten gegen höhere Spritpreise

  • Wegen einer Streichung von Subventionen für Treibstoff sind die Menschen in Ecuador auf die Straßen gegangen.
  • Lkw-Fahrer blockierten aus Protest viele Fernstraßen.
  • Nun hat der Präsident deshalb den Ausnahmezustand ausgerufen.
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Quito. Ecuadors Präsident Lenin Moreno hat wegen Protesten gegen Preiserhöhungen bei Treibstoffen den Ausnahmezustand in dem südamerikanischen Land ausgerufen. Lastwagenfahrer blockierten am Donnerstag viele Fernstraßen aus Protest gegen stark gestiegene Dieselpreise. Der Staatschef bekräftigte, die am Dienstag beschlossene Streichung von Subventionen für Treibstoff würden aufrechterhalten. "Die staatlichen Zuschüsse haben dem Land durch die Verzerrung der Wirtschaft stark geschadet", sagte Moreno im Fernsehen.

Der Ausnahmezustand gelte 60 Tage, wie Innenministerin María Paula Romo erklärte. Es gehe darum, den Verkehr aufrechtzuerhalten und das Funktionieren der Wirtschaft zu sichern. Die Verfassung ermächtigt den Staatschef im Fall eines Ausnahmezustands zur Einschränkung der Pressefreiheit und zum Einsatz der Streitkräfte.

Benzinpreise in Ecuador um 25 Prozent und Dieselpreise um 100 Prozent gestiegen

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Durch den Wegfall von Subventionen sind die Benzinpreise um 25 Prozent und die Dieselpreise um 100 Prozent gestiegen. Die Maßnahme ist Teil von Strukturreformen, zu deren Umsetzung sich die Regierung im Gegenzug für einen Kredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 4,2 Milliarden Dollar verpflichtet hat.

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RND/dpa/hsc

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