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Ausnahme “nur für Verliebte”: Polizei erlaubt Liebesmaien trotz Corona

  • Ein geschmückter Birkenbaum als Zeichen seiner Liebe?
  • Wegen der Corona-Maßnahmen fällt allerhand Brauchtum dieses Jahr ins Wasser.
  • Doch für romantische Gesten hat die Polizei eine Lücke im Regelkatalog entdeckt.
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Augsburg. Pech fürs Brauchtum, Glück für Verliebte: Die sogenannte Freinacht auf den 1. Mai dürfte wegen der Corona-Krise in diesem Jahr deutlich ruhiger ausfallen als sonst. "Das Verziehen von losen Gegenständen rund ums Haus stellt nämlich keinen triftigen Grund zum Verlassen der Wohnung dar", teilte die Polizei in Augsburg schonmal präventiv mit. "Zudem besteht dabei auch die Gefahr vermehrter Gruppenbildung, die ja unbedingt vermieden werden soll."

Doch eine Ausnahme gibt es - "jedoch nur für Verliebte", wie die Beamten betonen: Das Aufstellen eines kleinen geschmückten Birkenbaums, sogenannte Liebesmaien, vor dem Haus der oder des Angebeteten sei als Bewegung an der frischen Luft grundsätzlich zulässig, erläuterten die Polizisten. "Allerdings nur alleine, mit einer weiteren haushaltsfremden Person oder Angehörigen des eigenen Hausstandes." Denn auch hier gilt: keine Gruppen, Abstand halten.

Polizei: “Coronavirus ist eine echte Spaßbremse”

"Das Coronavirus ist eine echte Spaßbremse", stellt die Pressestelle des Präsidiums Schwaben Nord nun fest. Und es klingt fast wehmütig, wie sich die Mitarbeiter an Warnungen längst vergangener Tage erinnern: Dass man in der Freinacht nicht übertreiben solle. Dass sie kein Freibrief sei, alteingesessene Bräuche zu missbrauchen. Dass die Beamten Straftaten rigoros verfolgten und die Verantwortliche anzeigten. Dass sie stets empfohlen hätten, alles im Freien beiseite zu räumen, was zur "Freinachtbeute" werden könnte. Dass auch Autos nach Möglichkeit in der Garage geparkt werden sollten.

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"Alle unsere jahrelangen Tipps und gutgemeinten Ratschläge sollen heuer also kein Gehör finden wegen eines gemeinen heimtückischen brauchtumsresistenten Virus?", schreiben die Beamten zum Ende der Mitteilung. Und geben sich dann doch wieder zuversichtlich: "Wir werden Stand jetzt nächstes Jahr unsere Tipps wieder an gleicher Stelle veröffentlichen, denn: Corona geht – aber Brauchtum besteht."

RND/dpa

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