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Aus Mangel an tödlichen Drogen: Hinrichtung in USA muss verschoben werden

  • Weil die Behörden die für die Giftspritze benötigten Wirkstoffe nicht auftreiben können, muss eine im US-Staat South Carolina angesetzte Hinrichtung verschoben werden.
  • Die Hinrichtung war für den kommenden Freitag geplant.
  • Wie es in einem Brief der Gefängnisbehörde heißt, sei der Vorrat mit todbringenden Medikamenten seit 2013 nicht mehr aufgefüllt worden.
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Columbia. Eine im US-Staat South Carolina angesetzte Hinrichtung muss verschoben werden, weil die Behörden nicht die für die Giftspritze benötigten Wirkstoffe auftreiben können. Das teilte die Gefängnisbehörde vergangene Woche dem Obersten Gerichtshof South Carolinas in einem Brief mit, wie die Nachrichtenagentur AP am Montag erfuhr. Die Hinrichtung war für den kommenden Freitag geplant. Der Vorrat mit todbringenden Medikamenten sei seit 2013 nicht mehr aufgefüllt worden.

Der vor fast 20 Jahren wegen Mordes zum Tode verurteilte Richard Bernard Moore hat alle Berufungsmöglichkeiten und Gnadenappelle erschöpft. Das Oberste Gericht des Staates hatte die Hinrichtung daraufhin auf den 4. Dezember festgesetzt. Er wäre die erste Person, die seit 2011 in South Carolina hingerichtet wird.

Insgesamt 37 Häftlinge sitzen in South Carolina in Todeszellen

Das einschlägige Gesetz South Carolinas schreibt vor, dass für eine tödliche Injektion drei Wirkstoffe verwendet werden müssen. Es wird für die Justizbehörden in den die Todesstrafe praktizierenden US-Staaten zunehmend schwieriger, diese zu besorgen, da viele Hersteller eine Belieferung ablehnen.

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Eine Alternative wäre der elektrische Stuhl. Das Gesetz South Carolinas schreibt aber vor, dass der Verurteilte entscheiden kann, ob er Giftspritze oder Stromschlag wünscht. Trifft er keine Entscheidung, ist eine tödliche Injektion der Standard. Moore hat sich nicht entschieden.

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In South Carolina sitzen insgesamt 37 Häftlinge in Todeszellen. Einige Staatsanwälte beantragen inzwischen seltener die Todesstrafe, explizit mit der Begründung, dass der Staat sie nicht ausführen könne.

RND/AP

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