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Aus ganz Deutschland: Lüneburger Senioren empfangen Weihnachtspost gegen die Einsamkeit

  • Lüneburg wird vor Weihnachten mit Briefen, Karten und Päckchen für Senioren überschwemmt.
  • Die coronabedingte Aktion in der Adventszeit findet bundesweit Nachahmer.
  • „Das Ganze hat sich zu einer nachhaltigen Geschichte entwickelt, die dann auch weitergeht“, sagt eine Initiatorin.
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Lüneburg. „An eine liebe Oma“ ist mit kindlicher Schrift auf einen weißen Umschlag inmitten eines Berges von Weihnachtspost geschrieben. Mehr als 620 Briefe, Karten und auch kleine Päckchen aus dem gesamten Bundesgebiet gingen bis Donnerstag in Lüneburg zur Unterstützung älterer Menschen ein. Das Anfang November gestartete Projekt „Briefe für Senioren“ übertraf alle Erwartungen, bis zum Einsendeschluss am Sonntag rechnen die Initiatoren mit 1000 Schreiben.

„Es macht sehr viel Spaß und ist inzwischen Vorbild für andere geworden“, erzählt Sabine Wölk von der Stadtteilorientierten Seniorenarbeit der Hansestadt. Die Verbreitung in den sozialen Medien habe sogar Interesse in Liechtenstein und der Schweiz geweckt.

Ermunterung für das neue Jahr

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Die Projektleiterin „Dabeisein im Alter“ sichtet mit ihren Kolleginnen alle Eingänge, darunter viele Zeichnungen von Schulklassen. Etliche schreiben nicht anonym, sondern mit Absender, so dass die Senioren sogar antworten können. „Das Ganze hat sich zu einer nachhaltigen Geschichte entwickelt, die dann auch weitergeht“, sagt Wölk, die die Post an Menschen weiterleitet, die sich in dieser pandemiebedingt schwierigen Adventszeit besonders einsam fühlen.

Zudem bekommt sie Anrufe von Interessierten, die die Aktion nachahmen wollen oder sie ermuntern, im neuen Jahr weiterzumachen. Auch dann ist Corona noch nicht vorbei und die Situation in den Senioreneinrichtungen ähnlich.

„Wir haben ja alle geselligen Veranstaltungen abgesagt und dann überlegt, wie können wir die Menschen erreichen“, erzählt Wölk, wie das Projekt zustande kam. Offizieller Schluss für die liebevollen Einsendungen ist am Wochenende. „Bis Mitte der Woche sichten wir aber noch, wir werden keinen Brief ignorieren.“ Und danach werde ihr Team zufrieden in die Weihnachtszeit gehen: „Wenn wir das gewuppt haben, hat man ein gutes Gefühl“.

RND/dpa

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