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Auf vier Hufen durch die Luft: Schweizer Armee lässt Pferde fliegen

  • Die Schweizer Armee will einen Weg finden, verletzte Pferde rasch und sicher auf dem Luftweg evakuieren zu können.
  • Im Rahmen eines Forschungsprojekts fanden deshalb Tests statt – und die dürften so manchen ins Staunen gebracht haben.
  • Die Pferde baumelten an einem Hubschrauber.
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Saignelegier. Wer am Freitag im Kanton Jura in der Schweiz in den Himmel geschaut hat, dürfte ins Staunen gekommen sein: Pferde baumelten in luftiger Höhe unter einem Hubschrauber. Hintergrund war eine Übung der Schweizer Armee: Die probte den Transport der Tiere auf dem Luftweg.

Bei den Schweizern kommen Pferde für den Transport zum Einsatz, die Tiere tragen zum Beispiel Ausrüstung über die Berge. Wenn sich dabei eines der Tiere verletzt oder krank wird, sollen Helikopter das Pferd zur nächsten Klinik bringen – auch im Fall einer Naturkatastrophe könne das den Angaben zufolge notwendig sein. Damit im Ernstfall alles klappt, standen im Rahmen einer Studie der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Zürich und des Veterinärdiensts der Armee jetzt die Tests an.

Drei Pferde hängen an einem Hubschrauber. © Quelle: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dp
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„Das Ziel ist, es dann innert maximal vier Stunden in ein Tierspital oder in eine Pferdeklinik zu bringen“, wird Oberst Stéphane Montavon, Chef des Veterinärdiensts der Armee, in einer Mitteilung zitiert. Die Super-Puma-Helikopter der Luftwaffe könnten diese Luftrettung ermöglichen. Das Ziel sei, die Transport- und Belastungszeit für die Pferde so kurz wie möglich zu halten.

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Zwölf Pferde wurden bei der Übung am Samstag transportiert, die Tiere hingen an Seilen unter dem Helikopter. Dieser flog bis zu 140 Stundenkilometer schnell. Die Fachleute übten zum Beispiel, die Tiere vorsichtig anzuheben und abzusetzen. Veterinäre überwachten die Übung, die Pferde hatten außerdem Medikamente zur Beruhigung bekommen.

RND/dpa/seb

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