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Arzt zur Impfpanne in Stralsund: „Dieser Fehler zerstört mein Leben“

Eine Dosis des Corona-Impfstoffs (Symbolbild).

Stralsund. Nach der Impfpanne in einem Stralsunder Pflegeheim hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den betroffenen Arzt eingeleitet. Ermittelt werde wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung, sagte die Stralsunder Staatsanwaltschaft gegenüber der „Ostsee-Zeitung“.

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Der Arzt hatte beim Impfstart am Sonntag acht Pflegekräften des Pflegeheims die fünffache Dosis des Impfstoffes gegen Covid-19 verabreicht. Eine Pflegekraft lag am Mittwoch nach Angaben des Landkreises Vorpommern-Rügen noch immer mit Symptomen wie Schwindel und Kopfschmerzen im Krankenhaus. Den anderen Betroffenen gehe es gut. Sie waren bereits am Sonntag beziehungsweise am Montag nach Hause entlassen worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird der betroffene Arzt in den kommenden Tagen von der Polizei zu dem Vorfall vernommen.

Impfen ohne Einweisung

Bereits unmittelbar nach dem Vorfall hatte sich der Mediziner bei den Geimpften entschuldigt, zugleich aber die Vorbereitung der Impfaktion kritisiert. „Ich bin dahingefahren (Red.: ins Pflegeheim) in der Annahme, dass ich eingewiesen werde.“ Stattdessen habe es nur den Infozettel gegeben, so seine Darstellung.

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„Ich habe in meiner langjährigen Tätigkeit bereits Tausenden Menschen geholfen und das Leben gerettet. Dieser Fehler und diese Schlammschlacht jetzt zerstören mein Leben.“ Er sei traurig und böse über sich selbst, weil er sich ohne Aufklärung und schriftliche Anweisung auf die Arbeit eingelassen habe. „Ich hatte nicht mal einen Arbeitsvertrag“, so der Arzt.

RND/OZ/msc

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