Arzt während OP gekündigt: Keine Einigung vor Gericht

  • In Köln wird ein Arzt nach eigenen Angaben während einer OP vom Behandlungstisch weggeholt und fristlos gekündigt.
  • Er fordert seine Weiterbeschäftigung.
  • Bei einer Güteverhandlung können sich der Arzt und die Klinik nicht einigen.
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Köln. Im Fall einer umstrittenen Kündigung eines Chirurgs während einer Operation in der Klinik Köln-Merheim hat es vor Gericht keine Einigung gegeben. Die Güteverhandlung sei gescheitert, sagte der zuständige Richter am Arbeitsgericht Köln am Freitag. Beide Parteien hatten sich vor Gericht getroffen, um zu prüfen, ob eine Einigung möglich sei. Der Arzt fordert seine Weiterbeschäftigung, für die Klinik kommt das nicht infrage. Der Fall soll im Dezember weiter verhandelt werden.

Der Neurochirurg wurde im Juli aus dem Operationssaal zum Direktor gerufen und nach Angaben seiner Klinik in Köln-Merheim wurde ihm fristlos gekündigt, da er Medizinstudenten unzulässigerweise bei Operationen eingesetzt haben soll. "Die Behauptung, hier sei ohne Aufsicht ein Student mit Operationen befasst gewesen, ist absolut absurd, völlig lebensfremd und durch nichts bewiesen", sagte der Anwalt des Arztes am Freitag vor Gericht.

Arzt war Dringlichkeit des Termins nicht bewusst

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Strittig ist, ob der Termin zu diesem Gespräch vorab bereits bekannt war. Nach Angaben der Klinik habe man dem Arzt eine Mail-Einladung geschickt und ihn aufgefordert, Termine zu verlegen. "Selbstverständlich ging die Klinikleitung davon aus, dass es keine Operation geben würde", sagte der Anwalt. Der Arzt hingegen gibt an, nicht ausreichend über den Termin und seine Dringlichkeit informiert worden zu sein.

RND/dpa/mat