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  • April-Wetter in Deutschland: Unbeständiger als im Frühjahrslockdown 2020

Nach Ostern sogar Schneefall möglich – Wetter wird deutlich schlechter als 2020

  • Nach den warmen Temperaturen Ende März müssen sich die Menschen erst einmal wieder auf kalte Tage einstellen.
  • Mancherorts ist nach dem Osterwochenende sogar Schneefall möglich.
  • Da wünschen sich viele das gar nicht typische April-Wetter vom letzten Jahr zurück.
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Während nun die Temperaturen wieder kühler werden, denkt so manch einer an den sonnenverwöhnten Lockdown im April 2020 zurück. Dass das Wetter in diesem Frühjahr nicht ganz so gnädig sein wird, zeichnet sich in der derzeitigen Wetterprognose ab.

„April, April, der macht was er will“: Nachdem der März mit einem Wärmerekord zu Ende gegangen ist, wird für das Osterwochenende deutlich kühleres, aber teils heiteres Wetter erwartet. Von Karfreitag bis Ostersonntag zeigt sich in vielen Regionen neben lockeren Wolken häufig die Sonne, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Über das Wochenende werden Temperaturen von sechs bis 15 Grad erwartet. Ab Ostermontag und im Laufe der neuen Woche wird das Wetter aber den Prognosen zufolge deutlich ungemütlicher mit noch kühleren Temperaturen und Regen – sogar Schneefall ist möglich.

Viele Menschen genossen noch einmal die warmen Temperaturen in Deutschland, bevor es nun wieder deutlich abkühlt. In einigen Städten und auf öffentlichen Plätzen geriet aber augenscheinlich die Corona-Pandemie für einen Moment in die Vergessenheit. Am Rheinufer in Düsseldorf versammelten sich Tausende Menschen – oft ohne Maske und auch alkoholisiert. Diese Bilder von Ende März wird es Anfang April voraussichtlich nicht geben.

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April 2020 zu warm und zu trocken

Während der April in diesem Jahr seinem Sprichwort gerecht wird, war das im letzten Jahr, im ersten Lockdown, noch anders. Eines war der April 2020 nämlich ganz und gar nicht: launisch. Vor einem Jahr war es zu dieser Jahreszeit teils schon über längere Strecken sommerlich warm. Während des Lockdowns zog es deswegen manche hinhaus in die Natur. Die Höchsttemperatur von 26,5 Grad wurde am 17. April etwas nördlich von Karlsruhe gemessen. Nur in der Nacht konnte es mancherorts noch so richtig kalt werden. Am Ende erreichte der April eine durchschnittliche Temperatur von 10,5 Grad und war im Vergleich zum Mittelwert im Referenzzeitraum zwischen 1981 und 2010 um 0,7 Grad zu warm. Damit reiht sich der April 2020 als siebtwärmster April-Monat in Deutschland in die Wettergeschichte ein.

Vor allem war der April 2020 viel zu trocken. Zahlreiche Waldbrände beschäftigten die Feuerwehr: In Gummersbach östlich von Köln hatten im April knapp 60 Hektar Wald in Flammen gestanden, eine riesige Rauchwolke hing zeitweise über der Stadt. Nur zwei April-Monate in den Jahren 1893 und 2007 waren seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch trockener.

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Einen Rekord stellte der April im vergangenen Jahr aber dann doch noch auf: Es war der sonnenreichste seit Beginn der Aufzeichnungen. Ganze 291 Stunden schien die Sonne – meist vom blauen Himmel – auf Deutschland herab. Damit kam der April 2020 auf 189,4 Prozent seines Sollwertes von 154 Stunden. So wurde der bisherige Rekord aus dem Jahr 2007 mit 289 Stunden eingestellt.

Wenige Corona-Verstöße im April 2020

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Trotz des guten Wetters gab es damals im ersten Lockdown vergleichsweise wenige Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen. Die Polizei zeigte sich größtenteils zufrieden mit der Einhaltung der Corona-Regeln – auch an Ostern (Karfreitag am 11. April 2020), berichtete die „Tagesschau“.

Am Mittwoch (31. März) war im badischen Rheinau mit Temperaturen über 27 Grad ein Wärmerekord für den Monat März gemessen worden. Damit ist der 31. März 2021 jetzt laut DWD der wärmste Märztag seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881, hieß es. „In Rheinau-Memprechtshofen im Oberrheingraben wurde um 17 Uhr mit 27,2 Grad Celsius der alte deutsche Rekord von 26,6 Grad Celsius vom 28.3.1989 in Baden-Baden überboten.“

RND/nis/dpa

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