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Après-Ski-Bar Kitzloch in Ischgl öffnet wieder: Dort begann im März der Corona-Ausbruch

  • Im März wurde der österreichische Skiort Ischgl zum Corona-Hotspot.
  • Die erste bestätigte Infektion gab es bei einem Mitarbeiter der Après-Ski-Bar Kitzloch.
  • Und genau die plant nun, am 25. November wieder zu öffnen – allerdings unter Auflagen.
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Das Kitzloch war eines der angesagtesten Après-Ski-Lokale Ischgls – bis dort der Corona-Ausbruch im März dieses Jahres seinen Anfang nahm. Ein Barkeeper des Lokals wurde damals positiv auf Corona getestet. Es war der erste bestätigte Fall in dem Touristenort. Zahlreiche weitere folgten. Der Ort wurde zum Hotspot in Europa, unzählige Touristen schleppten das Virus von dort in ihre Heimatländer. Der Wirt vom Kitzloch räumte später ein, dass er das Lokal früher hätte schließen sollen.

Nun öffnet das Kitzloch ab dem 25. November wieder seine Türen, wie auf der Facebook-Seite der Après-Ski-Bar angekündigt wird. Neu sei, dass das Restaurant dann immer bereits ab 12 Uhr öffne. In dem Post wird um Reservierungen gebeten.

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Corona-Hinweis kam erst spät

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Auf wilde Feiern – wie sonst beim Après-Ski nicht unüblich – soll dann aber verzichtet werden, wie es mittlerweile auf der Website vom Kitzloch steht. „Laut Covid-19-Verordnung wird es den Après-Ski in der Form wie wir ihn kennen, in diesem Jahr nicht geben“, heißt es da. Mitte November wollten die Betreiber demnach noch mal genauer über Vorschriften und Maßnahmen informieren. Kurz zuvor hatte es diesen Hinweis offenbar noch nicht gegeben, wie mehrere Medien, darunter der „Kurier“, berichten, was für Unmut bei manchen sorgte, weil ohne jegliche Einordnung Partybilder zu sehen waren und von „ausgelassenem Feiern“ die Rede war. „Wir schämen uns nicht dafür, dass wir die letzten Jahre Après-Ski gemacht haben. Dass das heuer nicht so ablaufen wird, ist aber natürlich klar“, sagte Kitzloch-Wirt Bernhard Zangerl dem „Kurier“ kurz darauf dazu.

Bernhard Zangerl ist der Wirt des Kitzloch. © Quelle: Getty Images
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Schon Ende September sagte Wirt Zangerl in einem Interview mit RTL: „Diese Saison wird auf eine spezielle Art und Weise stattfinden. Es wird hauptsächlich am Tisch mit Sitzplatz stattfinden, mit Sicherheitsabstand, mit Mundmaske, und das wird einfach ein anderes Erlebnis. Und als solches sollte man das auch sehen, dass es einfach eine spezielle Art von Après-Ski ist ist, weil Après-Ski ist grundsätzlich alles, was nach dem Skifahren ist.“

„Wäre schöner, wenn wir einen normalen Winter ohne Corona hätten“

Auch wenn er lieber Après-Ski feiern würde mit seinen Gästen wie normalerweise, ist es ihm wichtig, sich an alle Auflagen und Regeln zu halten – um zu vermeiden, dass sich das Geschehen aus dem Frühjahr wiederholt. „Es ist jetzt eine Situation, die nun mal einen anderen Betrieb erfordert, und deshalb machen wir das auch so“, sagt er. „Aber natürlich wäre es schöner, wenn wir jetzt einen normalen Winter ohne Corona hätten.“

RND/hsc

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