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Apothekerpaar rechnet gefälschte Rezepte ab - und kassiert 80 000 Euro

  • Ein Apothekerpaar hat mit gefälschten Rezepten Krankenkassen betrogen.
  • Rezepte über teure Medikamente wurden mit gestohlenen Patientendaten abgerechnet.
  • Es entstand ein Schaden von rund 80 000 Euro.
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Mühlhausen. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen hat ein Apothekerpaar wegen bundesweiten Betrugs mit gefälschten Rezepten angeklagt. Einen entsprechenden Bericht von MDR Thüringen bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Dirk Germerodt. Es handele sich um 45 Betrugsfälle und einen Schaden von rund 80 000 Euro, so der Staatsanwalt. Die Anklage, die sich auch gegen eine Mitarbeiterin des Apothekerpaars richte, laute auf Betrug und Urkundenfälschung. Sie liege dem Amtsgericht Nordhausen vor.

Bundesweit Apotheken betrogen

Nach dem MDR-Bericht sollen die Angeklagten Rezepte für teure Medikamente mit offenbar gestohlenen Patientendaten ausgestellt haben. Diese Rezepte seien dann bundesweit bei Apotheken eingelöst worden, in Thüringen unter anderem in Weimar, Gera, Nordhausen, Meiningen und Waltershausen.

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Die so erlangten Medikamente sollen über die Apotheke einer der Hauptbeschuldigten abgegeben und bei den Krankenkassen abgerechnet worden sein. Die Apotheke sei auch als Großhändler für andere Apotheken aufgetreten und habe sie dort weiter verkauft. Laut dem MDR soll der Prozess am 24. Oktober beginnen. Es seien vier Verhandlungstermine angesetzt worden. Für eine Bestätigung war das Amtsgericht am Samstag nicht zu erreichen.

Weitere Beschuldigte in dem Fall

Laut Germerodt gibt es neben den drei Angeklagten weitere Beschuldigte in dem Fall, gegen die jedoch noch Ermittlungen liefen. Die Betrügereien seinen in der Region Nordhausen aufgefallen. Apotheken hätten Anzeige wegen mehrerer gefälschter Rezepte erstattet.

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RND/dpa