Angeklagter in Kindesmissbrauch-Prozess begeht Suizid

  • Ein Angeklagter in einem Missbrauchsfall hat sich kurz vor Prozessauftakt das Leben genommen.
  • Dem 61-Jährigen wurde vorgeworfen, zwei Kinder für sexuelle Handlungen angeboten zu haben.
  • Zudem soll der Mann vor zehn Jahren die Tochter seiner Freundin missbraucht und die Tat gefilmt haben.
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Würzburg. Ein 61-Jähriger, der in zwei Fällen Kinder zum Sex angeboten haben soll, hat sich vor dem Prozessauftakt umgebracht. Das Verfahren sei daher eingestellt worden, teilte der Vorsitzende Richter am Mittwoch vor dem Landgericht Würzburg mit. Der Anwalt des Angeklagten gab an, diesen noch am Montag getroffen zu haben - dabei hätte es nicht den geringsten Anhaltspunkt für die Tat gegeben.

Fraglich, ob eines der Mädchen tatsächlich existierte

Dem Mann aus Unterfranken wurde vorgeworfen, in zwei Fällen Kinder für sexuelle Handlungen angeboten zu haben. Bei einem Mädchen soll es sich um die achtjährige Tochter einer Bekannten gehandelt haben. In einem anderen Fall um eine Zwölfjährige, wobei nicht klar war, ob das Mädchen tatsächlich existierte oder erfunden war.

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Zudem soll der Mann laut Anklage vor zehn Jahren die Tochter seiner Freundin missbraucht und die Tat gefilmt haben. In Chats habe der Deutsche intime Fotos des Mädchens und weiteres kinderpornografisches Material verbreitet. Ein Chatpartner hatte den Mann angezeigt. Vorbestraft sei dieser den Angaben zufolge nicht gewesen. Der 61-Jährige saß seit September 2019 in Untersuchungshaft.

Rnd/dpa

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