Angeklagte im Fall George Floyd streiten Bürgerrechtsverstoß ab

  • Im Fall George Floyd müssen sich vier Ex-Polizisten wegen einer möglichen Verletzung der Bürgerrechte des getöteten Schwarzen verantworten.
  • Vor Gericht weisen die Angeklagten - darunter auch der bereits wegen Mordes verurteilte Derek Chauvin - den Vorwurf zurück.
  • Floyd war bei seiner Festnahme am 25. Mai 2020 gestorben, nachdem Chauvin minutenlang auf seinem Hals kniete.
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Minneapolis. Derek Chauvin und drei weitere im Zusammenhang mit der Tötung von George Floyd angeklagte Ex-Polizisten haben den Vorwurf einer Verletzung der Bürgerrechte von Floyd zurückgewiesen. Die Angeklagten traten am Dienstag per Videoschalte vor Gericht auf. Chauvin war in einem Raum im Hochsicherheitsgefängnis in Minnesota, wo er wegen seiner Haftstrafe von 22 Jahren und sechs Monaten wegen der Tötung von Floyd einsitzt.

Zwei der früheren Polizisten haben beantragt, dass ihr Prozess unabhängig von dem gegen Chauvin abgehalten wird. Sollten sie gemeinsam mit ihm vor Gericht stehen, wären sie auf unfaire Weise einer Voreingenommenheit ausgesetzt, argumentieren sie. Auch der vierte frühere Polizist will einen Prozess unabhängig von Chauvin. Die Staatsanwaltschaft lehnt den Antrag ab.

Die Anklage bezieht sich auf die Festnahme Floyds am 25. Mai 2020. Floyd wurde mit dem Gesicht nach unten auf den Boden gedrückt und mit Handschellen gefesselt, obwohl er sich seiner Festnahme nicht widersetzte. Der Vorfall wurde von einer umstehenden Person gefilmt. Floyd sagte wiederholt, dass er nicht atmen könne, während Chauvin auf ihm kniete. Floyd wurde getötet.

RND/AP

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