• Startseite
  • Panorama
  • Angeblicher Kindesmissbrauch in Kita in Koblenz: Polizei wehrt sich in Video gegen Vorwürfe

Angeblicher Kindesmissbrauch in Kita: Polizei wehrt sich gegen „frei erfundene“ Behauptungen

  • Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch eines Mädchens in einer Kita in Koblenz ist eingestellt worden.
  • Mit einem ungewöhnlichen Schritt wehrt sich die Koblenzer Polizei jetzt gegen „frei erfundene“ Behauptungen in sozialen Medien.
  • In einem bei Twitter veröffentlichten Video informiert sie über die Ermittlungen – und wehrt sich vehement gegen Vorwürfe, dem Fall nicht mit allen verfügbaren Mitteln nachgegangen zu sein.
Anzeige
Anzeige

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat Ermittlungen wegen eines angeblichen sexuellen Missbrauchs in einer Koblenzer Kita eingestellt – es habe sich kein hinreichender Hinweis ergeben, dass es wirklich eine Straftat gegeben habe, teilte die Behörde am Montag mit. Der Fall schlägt trotzdem weiter hohe Wellen, vor allem in sozialen Medien werden Vorwürfe gegen die Ermittler laut. In einem am Mittwochabend veröffentlichten Twitter-Video wendet sich die Polizei deshalb noch einmal an die Öffentlichkeit: Darin stellt sie die Faktenlage aus ihrer Sicht dar und wehrt sich vehement gegen Vorwürfe, dem Fall nicht mit allen verfügbaren Mitteln nachgegangen zu sein.

„Aus unserer Erfahrung wissen wir, wie schnell Gerüchte, Behauptungen und falsche Fakten in den sozialen Medien entstehen und sich unkontrolliert weiterverbreiten. Leichtfertig und ohne die genauen Hintergründe zu kennen werden oft Informationen geteilt und bewertet. Bitte vertrauen Sie bei Ihrer Meinungsbildung seriösen Quellen. Dazu möchten wir mit Fakten beitragen“ – mit diesen Worten beginnt das rund zweieinhalbminütige Video. Unter dem Textblock ist eine Übersetzung des Absatzes in arabischer Schrift zu sehen.

In dem Video nimmt die Polizei Koblenz Bezug auf den Fall, in dem den Angaben zufolge einige Wochen ermittelt wurde und der letztendlich eingestellt worden sei. Eltern eines vierjährigen Mädchens hatten demnach am 10. September bei Polizei Anzeige erstattet, nachdem ihre Tochter ihnen erzählt habe, sie sei in der Kita nach dem Baden von einem Mann sexuell missbraucht worden.

In kurzen Texttafeln geht die Polizei sowohl auf die in sozialen Medien geäußerten Vorwürfe als auch auf die Vorgehensweisen im Rahmen der mehrwöchigen Ermittlungen ein. Es seien „alle erdenklichen Ermittlungen und Untersuchungen durchgeführt“ worden, um den Sachverhalt aufzuklären. Es haben sich allerdings an keiner Stelle Hinweise auf eine Straftat zum Nachteil des Kindes ergeben. Behauptungen in sozialen Medien, der Polizei und Staatsanwaltschaft lägen objektive Beweise wie Untersuchungsbefunde über Betäubungen oder Ähnliches vor, seien „frei erfunden“, heißt es in einer Pressemitteilung weiter.

Anzeige

Das Video endet mit den Worten: „Vertrauen Sie der Arbeit Ihrer Polizei.“

RND/liz

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen