• Startseite
  • Panorama
  • Angebliche Heilmittel gegen Coronavirus: Amazon geht gegen Angstgeschäfte vor

Angebliche Heilmittel gegen Coronavirus: Amazon geht gegen Angstgeschäfte vor

  • Das Coronavirus ist nicht heilbar, dennoch gibt es Geschäftemacher, die mit ihren Produkten unhaltbare Versprechen machen.
  • Der Internetgroßhandel Amazon blockierte oder entfernte jetzt mehr als eine Million unseriöse oder überteuerte Produkte von Drittanbietern.
  • Amazon hatte sich zuvor mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) getroffen, um Desinformation über das Virus auf seiner Plattform zu beenden.
Anzeige
Anzeige

Corona ist vieles, auch begrenzt kontrollierbar. Heilbar ist die durch das Sars-CoV-2-Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 aber bislang nicht. Genau das aber versprechen zahllose Präparate, die im Internet angeboten werden.

Amazon geht gegen Geschäfte mit der Angst vor

Es ist ein Geschäft mit der Angst, gegen die der Internetanbieter Amazon jetzt vorgeht. Mehr als eine Million Produkte, die falsche Behandlungs- und Heilungsversprechen bezüglich des Coronavirus machen, hat er jetzt auf seinem “Marktplatz” für Drittanbieter blockiert oder ganz entfernt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Dem Wirtschaftsnachrichtensender CNBC teilte Amazon mit, dass das Vorgehen Produkte betreffe, die verdächtige oder fehlleitende Behauptungen über das Virus aufstellten. Auch zehntausende Angebote von Drittverkäufern, die von Kunden überteuerte Preise verlangten, habe man gesperrt oder von der Plattform genommen. “Es gibt kein Neppen bei Amazon”, gab ein Amazon-Sprecher als Statement gegenüber CNBC aus und hob auf Amazons Firmenpolitik fairer Preise an.

Produktsucher werden auf das Center for Disease Control verwiesen

Wer nach “Coronavirus”, “Covid-19” und anderem Coronavirus-bezogenem Content suche, der werde jetzt zu den Centers for Disease Control and Prevention weitergeleitet, wo er detaillierte Informationen über Vorsorge und Behandlung der Lungenkrankheit bekomme. Anfang Februar schon hatte Amazon Drittverkäufern Hinweise auf das geplante Vorgehen gegeben. Auch wurden die Anbieter gewarnt, die Preise für Gesichtsmasken nicht nach oben zu schrauben. Die Businessseite Wired hatte von einem Anbieter berichtet, der den Preis eines Hunderterpacks Schutzmasken binnen weniger Wochen vervierfacht hatte.

Coronavirus: Immer informiert
Abonnieren Sie Updates für das Thema "Coronavirus" und wir benachrichtigen Sie bei neuen Entwicklungen

Amazon war einer der Konzerne, die sich am 13. Februar mit Vertretern der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei Facebook im kalifornischen Menlo Park zu einer Diskussion getroffen hatten, wie man Desinformation über das Coronavirus auf ihren Plattformen beenden könne.

RND/big

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen