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“Als würden sie ein Tier jagen”: Vater von erschossenem Jogger spricht über neues Video

  • Ein neues Überwachungsvideo zeigt den schwarzen Jogger Ahmaud Arbery, kurz bevor er von zwei weißen Männern erschossen wird.
  • Der Vater des jungen Mannes äußert sich jetzt entsetzt über die Umstände der Tat.
  • Die Tatverdächtigen hätten seinen Sohn "gejagt, als wäre er ein Tier”, so Marcus Arbery.
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Brunswick. Im Fall des erschossenen schwarzen Joggers aus Georgia ist am Wochenende ein weiteres Video aufgetaucht. Die Überwachungskamera eines Hauses nahe der Stelle, wo Ahmaud Arbery erschossen wurde, hatte das Material aufgezeichnet. Der Vater des erschossenen Mannes, Marcus Arbery, sprach mit einem lokalen Fernsehsender über die Aufnahmen.

Wie “Channel 2″ berichtet, kam der Vater am Samstag gemeinsam mit rund 100 anderen Menschen zu einem Protest in der Stadt Brunswick zusammen, wo sich die Tat ereignet hatte – es wäre der Geburtstag von Ahmaud Arbery gewesen. Im Interview mit “Channel 2” sagte Marcus Arbery: “Wenn er ein Verbrechen begangen hat, warum haben sie dann nicht die Polizei gerufen? Stattdessen haben sie ihn gejagt, als wäre er ein Tier.”

Auch Ahmauds Onkel Gary Arbery fand klare Worte für die mutmaßlichen Mörder seines Neffen: “Sie können in keinster Weise rechtfertigen, was sie getan haben."

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Ermittler werten neues Video aus

Wie “Channel 2” weiter berichtete, bestätigte der Anwalt der Familie, dass das neue Video Arbery zeige, er jedoch nichts Falsches getan habe. Das Video bestätige lediglich, dass Arbery beim Joggen angehalten habe, um sich eine Baustelle anzusehen.

Das Kriminalamt GBI sagte in einer offiziellen Mitteilung, dass das Video dabei helfen könnte, den Tod von Ahmaud Arbery aufzuklären. An den Ermittlungen ist inzwischen auch das US-Justizministerium beteiligt.

Der 25-jährige Arbery war in der Stadt Brunswick beim Joggen erschossen worden – tatverdächtig sind zwei Weiße: ein Vater und sein Sohn. Die Tat ereignete sich bereits am 23. Februar. Die Ermittlungen kamen erst in Gang, als der Fall durch ein verstörendes Handy-Video breite Aufmerksamkeit erlangte. Der 28 Sekunden lange Clip ist aus einem Fahrzeug aufgenommen und soll die Tat zeigen.

RND/al

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