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Als Letzter von Bord: Italien feiert Kapitän von Corona-Kreuzfahrtschiff

  • Kapitän Gennaro Arma verlässt als letzter das unter Quarantäne stehende Kreuzfahrtschiff “Diamond Princess”.
  • Der Seefahrer erhält dafür den Verdienstorden des italienischen Staatspräsidenten.
  • Das Einhalten dieses Ehrenkodex ist nicht selbstverständlich, wie die jüngere Geschichte beweist.
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Kapitän Gennaro Arma wird in Italien als Held gefeiert. Bis zuletzt harrte er mit seinen unter Quarantäne stehenden Passagieren auf dem Kreuzfahrtschiff “Diamond Princess” aus. Italienische Medien schreiben von einer “heroischen Tat”.

Der Ehrenkodex der Seefahrt verlangt, dass Kapitäne immer als letztes ihr Schiff verlassen. Arma hielt dieses ungeschriebene Gesetz ein und ging am 2. März nach allen Passagieren von Bord. Auch sein Verhalten während der Quarantäne wird in italienischen Medien gefeiert – so verteilte der Kapitän am Valentinstag Schokolade und Blumen und sprach den Menschen über Lautsprecher Mut zu: “Wenn wir als Familie zusammenstehen, bringen wir diese Reise erfolgreich zu Ende”, sagte er laut “Spiegel”.

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Das Unternehmen Princess Cruises postete ein Foto von Arma auf Facebook und dankte ihm für seinen Dienst: “Kapitän Arma war der letzte, der die ‘Diamond Princess’ verlassen hat, und er ist in den Augen von uns allen, die Teil der globalen Gemeinschaft von Princess sind, ein Held. Wir danken ihm und seinen leitenden Angestellten für ihre Führung.”

Auch Italiens Präsident Sergio Mattarella lobte das “vorbildliche Verhalten” des Kapitäns und zeichnete ihn vergangenen Freitag mit dem Verdienstorden des Staatspräsidenten aus. Allerdings war Arma selbst nicht anwesend: Er war zu dem Zeitpunkt noch in Japan in Quarantäne.

Kapitän der “Costa Concordia” als Negativbeispiel

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Das vorbildliche Verhalten von Kapitän Arma ist in der Seefahrt nicht immer selbstverständlich. Nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs “Costa Concordia” im Jahr 2012 war der Kommandant Francesco Schettino als einer der ersten von Bord gegangen. Er ließ Tausende in Lebensgefahr zurück – 32 Menschen starben. Sein Fall machte weltweit Schlagzeilen.

RND/am mit dpa

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