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Mutmaßliche Geliebte des Kreml-Chefs

Alina Kabajewa: Wer ist die heimliche Frau an Putins Seite?

Der russische Präsident Wladimir Putin und Alina Kabajewa im Jahr 2008.

Der russische Präsident Wladimir Putin und Alina Kabajewa im Jahr 2008.

Die Gerüchte halten sich seit Jahren hartnäckig: Wladimir Putin soll eine Geliebte haben. Eine ehemalige russische Hochleistungssportlerin soll es sein, die sich aktuell in der Schweiz aufhält. Eine Onlinepetition fordert nun ihre Ausweisung aus der Alpenrepublik. „Sehr geehrte Schweizerische Eidgenossenschaft, warum gewähren Sie den Komplizen beziehungsweise Mittätern des Putin-Regimes Aufenthalt?“, heißt es darin. Doch wer ist die Frau, die Alina Kabajewa heißt?

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Geboren ist die 38-Jährige in der ehemaligen Sowjetunion, in Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans. Die Begeisterung für Sport scheint ihr in die Wiege gelegt worden zu sein: Ihre Mutter Ljubow Michailowna Kabajewa war Profibasketballspielerin, ihr Vater Marat Kabajew war Profifußballspieler in der sowjetischen Liga.

Ehrgeiziges Mädchen: Olympiagold mit 21

Sie selbst entschied sich für die Rhythmische Sportgymnastik, wurde mehrfache russische Meisterin, Europameisterin und Weltmeisterin, gewann bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney Bronze. 2004 wurde sie Olympiasiegerin in Athen – mit gerade einmal 21 Jahren. Drei Jahre später verabschiedete sie sich aus dem Sport.

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Ihre Eltern hatten Kabajewas Karriere früh vorangetrieben. Mit zwölf Jahren zog die Familie deshalb nach Moskau, wie man in einem Video des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) erfährt. Es sei ihr Traum gewesen, die Beste in ihrer Sportart zu werden. Das junge Mädchen war ehrgeizig. Obwohl ihr Trainer immer wieder gesagt haben sollen, sie sei zu dick und nicht hübsch genug, um in der Rhythmischen Sportgymnastik erfolgreich zu sein, gehörte sie bereits mit 17 Jahren zu den führenden russischen Sportlerinnen ihrer Disziplin.

Politische Nähe zu Kreml-Chef

In Russland hat sie sich jedoch nicht allein durch ihre sportlichen Erfolge dauerhaft einen Namen gemacht, sondern auch wegen ihrer Beziehung zu Putin. Seit 2008 kursiert das Gerücht über eine Affäre der beiden. Die russische Zeitung „Moskowski Korrespondent“ berichtete damals davon – das Blatt wurde kurz darauf eingestellt. Als Putin sich 2013 von seiner Frau Ludmilla scheiden ließ, mutmaßten mehrere Medien sogar über eine heimliche Hochzeit des Kreml-Chefs und der Turnerin.

Fakt ist, dass Kabajewa politisch eng mit dem russischen Machthaber verbunden ist. Von Dezember 2001 bis Oktober 2005 war sie Mitglied des Obersten Rates der Putin-Partei „Einiges Russland“, danach bis September 2007 von Wladimir Putin gewähltes Mitglied der Gesellschaftlichen Kammer der Russischen Föderation. Von 2007 an war sie außerdem sieben Jahre lang Abgeordnete der Staatsduma, dem russischen Parlament.

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Vitamin B? Kabajewa wird Chefin einer mächtigen Mediengruppe

2014 legte sie ihr Mandat nieder, um wenige Tage später Leiterin der kremltreuen „National Media Group“ zu werden, einer einflussreichen Mediengruppe. Ihre neue Position sei umstritten gewesen. Sie habe kaum Erfahrungen im Mediengeschäft gehabt, moderierte lediglich eine Fernsehtalkshow und hat ansonsten zwei Hochschulabschlüsse im Sportmanagement, wie die Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ resümierte.

Und ihr Privatleben? Darüber ist wenig bekannt. Von 2002 bis 2005 soll sie mit Dawid Musselijani, einem Moskauer Polizisten, verheiratet gewesen sein. Aus dieser Ehe sind keine Kinder hervorgegangen, dennoch soll Kabajewa heute vier Kinder haben. Medienberichte widersprechen einander, was Alter und Geschlecht betrifft. Das US-Promiportal „Page Six“ spricht beispielsweise von zwei siebenjährigen Zwillingsmädchen und zwei jüngeren Brüdern. Der Vater? Angeblich der russische Machthaber höchstpersönlich.

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Putins Geliebte mit Kindern mutmaßlich in der Schweiz

Die Schweizer Tageszeitung „Blick“ schrieb dagegen 2015, im Kanton Tessin sei ein Mädchen zur Welt gekommen – und es könnte Putins Tochter sein. Davon, dass die Ex-Turnerin Zwillinge zur Welt gebracht hat, berichtete der „Blick“ 2019. Am 7. Mai sollen die Kinder des Kreml-Chefs geboren worden sein, schreibt die Zeitung und beruft sich wiederum auf eine russische Seite, die heute nicht mehr existiert: „dom2life“. Die Rede ist hierbei außerdem nicht von Mädchen, sondern von zwei Jungen.

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Was die 38-Jährige heute macht, ist weitestgehend unbekannt. Angeblich verstecke sie sich im Moment mit ihren vier Kindern in einem „sehr privaten und sehr sicheren Charlet irgendwo in der Schweiz“, wie „Page Six“ unter Berufung auf Insider berichtet. Bestätigt ist das allerdings nicht. Das Schweizer Justiz- und Polizeidepartment (EJPD) habe jedenfalls keinen Hinweis darauf, dass sie sich im Land aufhalte, wie die Behörde in einer Mitteilung an den Fernsehsender SRF schreibt.

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