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Aldi widerspricht: Fake-Sprachnachricht warnt vor Supermarkt-Schließungen

  • Eine bei Whatsapp verbreitete Sprachnachricht warnt vor der Schließung der Aldi-Märkte im Zusammenhang mit dem Coronavirus.
  • Das Unternehmen reagiert mit einer klaren Ansage.
  • Die Märkte sind und bleiben offen, stellen Aldi Nord und Süd klar.
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Fake News sind ein großes Problem im Zusammenhang mit dem Coronavirus – erst am Samstag hatte das Bundesgesundheitsministerium vor Falschmeldungen über weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens gewarnt. Doch auch die großen Supermärkte und Discounter sehen sich mit Fake News konfrontiert – und reagieren jetzt mit klaren Ansagen.

In einer Sprachnachricht, die derzeit vor allem bei Whatsapp verschickt wird und über die zuerst “Bild” berichtet hatte, ruft eine Frau zu Hamsterkäufen auf. “Bevorratet euch”, fordert sie auf, und weiter: Aus “sicherer Quelle“” wisse sie, dass der “Katastrophenschutz” am Montag alle Aldi-Märkte schließen würde. Das sei den Mitarbeitern mitgeteilt worden.

Aldi: “Alle unsere Filialen sind und bleiben für euch geöffnet!”

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Am Samstag reagierte Aldi und stellte klar: Diese Warnung ist ein Fake! “Liebe Kundinnen und Kunden, alle unsere Filialen sind und bleiben für euch geöffnet!”, schreibt Aldi Nord bei Facebook. “Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten unermüdlich daran, euch wie gewohnt Produkte des täglichen Bedarfs anbieten zu können. Wir bitten euch um Verständnis, falls es bei vereinzelten Artikeln vorübergehend zu Lieferengpässen kommen sollte. Wir geben unser Bestes!”, heißt es dort weiter.

Eine ähnlich lautende Stellungnahme veröffentlichte Aldi Süd bei Facebook: “Liebe Kundinnen und Kunden, alle unsere 1930 Filialen bleiben selbstverständlich für euch weiterhin geöffnet, um euch Produkte des alltäglichen Bedarfs anbieten zu können.” Der Dank gelte den Mitarbeitern, “welche eine unglaublich wichtige und wertvolle Arbeit leisten” heißt es weiter.

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Aldi will nach eigenen Angaben alle Kunden mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs „so gut wie möglich“ versorgen. „Sollten dennoch bestimmte Artikel vorübergehend vergriffen sein, bitten wir dies zu entschuldigen - Nachschub ist unterwegs!“, versicherte ein Sprecher von Aldi Süd.

Auch Rewe stellt klar: Märkte bleiben trotz Coronavirus geöffnet

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Auch Rewe reagierte am Samstag auf Gerüchte über Supermarktschließungen: “Unsere Märkte sind und bleiben für euch zu den gewohnten Zeiten geöffnet”, schreibt das Unternehmen bei Facebook. Ein riesengroßes Dankeschön gelte den Kolleginnen und Kollegen, “ohne die das nicht möglich wäre”.

Rewe: Kunden kaufen mehr Nudeln und Konserven

Insgesamt stellt Rewe als Folge der Verunsicherung durch die Coronavirus-Krise seit Mittwoch eine deutlich erhöhte Nachfrage fest. Das betreffe vor allem Trockenlebensmittel wie Nudeln und Reis sowie Konserven und Drogerieartikel, teilte ein Sprecher des Konzerns in Köln mit. Es gebe aber kein Problem bei der Warenversorgung. Die Hersteller lieferten weiterhin und die Regale würden zügig nachgefüllt.

„Die Mitarbeiter im Markt und in der Logistik machen einen großartigen Job“, betonte auch der Sprecher. „Es wäre nur sinnvoll, wenn die Leute, denen es möglich ist, den Einkauf auf die Woche verteilen, und nicht nur Freitagnachmittag und Samstagmorgen einkaufen.“ Dann hätten Mitarbeiter auch die Chance, die Regale schnell genug wieder zu befüllen.

Zuletzt war es wegen des Coronavirus in deutschen Supermärkten verstärkt zu Hamsterkäufen gekommen. Produkte wie Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und Mehl sind vielerorts ausverkauft.

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Mit dpa

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