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Alaska: Erdbeben der Stärke 8,2 - Tsunamiwarnung für die Westküste der USA aufgehoben

  • In Alaska kam es am frühen Morgen zu einem schweren Erdbeben der Stärke 8,2, wie die Behörden mitteilten.
  • Es ist das schwerste Erdbeben seit über 50 Jahren in Alaska. Das Tsunamiwarncenter der USA hatte anschließend eine Tsunamiwarnung herausgegeben.
  • Inzwischen gehen die Behörden in den USA aber nicht mehr von einem Tsunami aus.
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Alaska. Wie das US-Tsunamiwarncenter offiziell mitteilte, gab es vor der Küste Alaskas ein Erdbeben der Stärke 8,2. Es ist das schwerste Erdbeben in der Geschichte Alaskas seit 1965. Das Beben habe um 22.15 Uhr (Ortszeit, 08.15 Uhr MESZ) in einer Tiefe von 46 Kilometern stattgefunden. Es könnte leichte bis mittelschwere Schäden verursacht haben, meinen Fachleute. Kurz darauf hatte das Tsunamiwarnsystem der USA ausgeschlagen und warnte vor einer Flutwelle, die auf die US-Westküste zurollen könnte. Nach etwa drei Stunden kam dann die Entwarnung: Bis auf einige kleinere Wellen rechnen die Behörden nicht mehr mit weiteren Auswirkungen für die US-Westküste. „Alle Tsunamiwarnungen für die Alaska-Küste abgesagt“, heißt es auf Twitter. Starke und ungewöhnliche Strömungen könnten aber noch anhalten.

Video
Erdbeben auf Alaska-Halbinsel : Tsunami-Warnung aufgehoben
1:11 min
Eine Tsunami-Warnung wurde ausgerufen. Denn gegen 22.15 Uhr Ortszeit am Mittwoch hatte sich vor der Alaska-Halbinsel ein starkes Erdbeben ereignet.  © Reuters

Mindestens zwei starke Nachbeben mit Stärken von 6,2 und 5,6 ereigneten sich im selben Gebiet innerhalb einer halben Stunde nach dem ersten Beben, berichtete der US Geological Survey. „Basierend auf allen verfügbaren Daten könnten durch diese Erdbeben ein Tsunami erzeugt worden sein, der auch weit vom Epizentrum entfernte Küstengebiete zerstören könnte“, begründete das Tsunamiwarncenter der USA zunächst die Warnung.

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Offenbar kein Tsunami in den USA nach Erdbeben in Alaska

Die Warnung vor einem starken Tsunami galt zunächst für den südlichen Teil des US-Bundesstaates Alaska sowie die Alaska-Halbinsel und auch die Pazifik-Küsten von Hinchinbrook Entrance bis Unimak Pass. Warnungen für Hawaii und die Insel Guam wurden schon früh wieder aufgehoben. „Basierend auf allen verfügbaren Daten gibt es keine Tsunami-Bedrohung“, hieß es bereits kurze Zeit nach dem Erdbeben. Unklar war zunächst, ob auch für weitere Küstengebiete in den USA und in Kanada eine Gefahr bestehe. An der Küste Alaskas heulten Warnsirenen, um die Menschen vor der potenziellen Gefahr zu warnen.

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Möglicher Tsunami: Evakuierung läuft

In vielen Orten wurden Anwohnerinnen und Anwohner evakuiert. Die Polizei in Kodiak, der größten Stadt auf der gleichnamigen Insel im US-Bundeststaat Alaska, riet den Bewohnern, auf eine Anhöhe zu ziehen. Außerdem sei die High School als Evakuierungsort eingerichtet worden.

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In Unalaska auf der Inselkette der Aleuten hatten die großen Schiffen zur Sicherheit den Hafen verlassen und sind auf das offene Meer gefahren, wie der Journalist Johannes Hano auf Twitter schrieb. Viele Einheimische waren zudem auf einen der Berge gefahren, um sich in Sicherheit zu bringen. D

Die Behörden in Japan hatten ebenfalls erörtert, ob ein möglicher Tsunami ihre Küste treffen könnte.

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Nach Erdbeben in Alaska: Fake-News im Netz über Zerstörung

Der Geophysiker Robert Sanders vom „United States Geological Survey“ sagte gegenüber NBC News zum Erdbeben: „Bei einem Ereignis dieser Größenordnung kann es zu Schäden und Verletzungen kommen“, und ergänzt, dass die geringe Bevölkerungsdichte dieses Risiko zwar milderte, aber nicht beseitigte.

Bisher ist unklar, welche Schäden das starke Erdbeben in Alaska angerichtet hat. Auch Meldungen über Todesopfer gibt es bislang nicht. Allerdings werden in den Sozialen Netzwerken zahlreiche Fotos von zerstörten Straßen verbreitet, die offenbar schon älter sind und nicht von dem jüngsten Erdbeben stammen.

RND/scs

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