Ägypten geht nach Unfällen gegen Drachensteigen vor

  • In Kairo zählt das Drachensteigen zum beliebten Freizeitspaß.
  • Doch nun wird in Ägypten übe das harmlos wirkende Hobby diskutiert.
  • 16 mutmaßliche Drachenhändler sind nach Unfällen festgenommen worden.
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Kairo. Nach mehreren Unfällen mit Drachen in Kairo geht die ägyptische Regierung dort gegen Verkäufer der bei Kindern beliebten Spielgeräte vor. Laut einer Mitteilung des Innenministeriums vom Sonntag wurden 16 mutmaßliche Händler festgenommen, die im Besitz von 70 Drachen waren. Wegen der "Gefahr für das Leben von Kindern und Jugendlichen" würden ägyptische Sicherheitsbehörden Hersteller und Verkäufer nun verstärkt ins Visier nehmen - und auch diejenigen, die Drachen steigen lassen, hieß es.

In dicht besiedelten Gegenden Kairos zählt das Drachensteigen zum beliebten Freizeitspaß. Der Trend verstärkte sich noch während der nächtlichen Ausgangssperre, die die Regierung im März zur Eindämmung des Coronavirus verhängt hatte. Auch nach Lockerung der Beschränkungen ließen viel Ägypter den Sommer über weiter Drachen steigen. Für einige, die in der Pandemie ihren Job verloren hatten, wurde der Bau und Verkauf der Spielgeräte zur neuen Einnahmequelle.

Drachen könnten Gefahr für nationale Sicherheit sein

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Wegen wiederholter Unfälle diskutieren nun auch Politiker über mögliche Auflagen für das oft harmlos wirkende Hobby. Darunter waren Berichte über Kinder und junge Männer, die von Hausdächern fielen, sowie Drachen, die sich in Strommasten verfingen. Zudem gibt es Sorgen, dass Drachen mit Kameras ausgestattet werden und so eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen könnten. Das Fotografieren öffentlicher Gebäude sowie militärischer Einrichtungen und Polizeistationen ist in Ägypten verboten.

Auch außerhalb Kairos sorgt das Thema nun für Diskussionen. In der Küstenstadt Alexandria verhängte Gouverneur Mohammed al-Sharif eine Geldstrafe für diejenigen, die Drachen steigen lassen.

RND/dpa

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