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„Affinität zur Gewalt“: Ermittlungen gegen Kölner Polizisten wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung

  • Auf den Handys sechs Kölner Polizisten werden auffällige Chatverläufe entdeckt.
  • Sie würden auf eine „Affinität zur Gewalt“ hindeuten, sagt NRW-Innenminister Herbert Reul.
  • Es wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung im Amt ermittelt.
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Köln. Wegen der brisanten Vorgänge bei der Kölner Polizei wird nun auch gegen einen sechsten Polizisten disziplinarrechtlich ermittelt. Auf seinem Handy entdeckte Textnachrichten deuteten bei ihm auf eine „Affinität zur Gewalt“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf dem Innenausschuss des Landtags.

Auf den Handys von Kölner Polizisten waren Chat-Nachrichten entdeckt worden, in denen Beamte sich über Gewalttaten ausgetauscht haben sollen. Gegen fünf von ihnen wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung im Amt sogar strafrechtlich ermittelt. Sie sind suspendiert.

Die neuen Erkenntnisse aus den sichergestellten Chats ließen die Vorgänge „in einem weitaus schlimmerem Licht erscheinen“. „Das, was da in Köln-Ehrenfeld passiert zu sein scheint, geht überhaupt nicht“, sagte Reul. Mit Prahlerei und Imponiergehabe junger Männer, wie es ein Anwalt interpretiert habe, sei das aus seiner Sicht nicht zu erklären.

RND/dpa

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