• Startseite
  • Panorama
  • Affenhaus im Krefelder Zoo abgebrannt: Verdächtige stellen sich der Polizei

Brand im Affenhaus: Verdächtige stellen sich der Polizei

  • Nach dem Brand des Affenhauses im Zoo Krefeld haben sich mehrere Personen gemeldet, die als Verursacher infrage kommen.
  • Die Angaben der Personen werden derzeit überprüft.
  • Weitere Infos zum Tathergang soll es erst am Donnerstag geben.
Anzeige
Anzeige

Krefeld. Am Mittag hielt die Polizei eine Pressekonferenz ab und verband sie mit einem Aufruf an Zeugen, sich zu melden. Offenbar war der Fahndungsaufruf erfolgreich. Nach dem verheerenden Feuer im Krefelder Zoo mit etlichen toten Menschenaffen haben sich mögliche Verursacher bei der Polizei gemeldet. Die Personen werden laut der Polizei vernommen, ihre Angaben müssten zunächst überprüft werden.

Das Affenhaus ist völlig ausgebrannt. © Quelle: Christoph Reichwein/dpa

Weitere Informationen zum Tathergang sind erst im Laufe des Donnerstags zu erwarten. Sachverständige sind derzeit vor Ort. Vor dem Zoo legten Trauernde Bilder, Kerzen und Schilder mit der Aufschrift „Warum?“ nieder. Die Fahnen des Zoos hingen auf halbmast. Auch Notfallseelsorger waren vor Ort. Am Neujahrstag blieb der Tierpark wegen des Unglücks geschlossen: „Unsere Mitarbeiter stehen unter Schock“, erklärte der Zoo und warb um Verständnis. Auch am Donnerstag werde man nicht öffnen.

Anzeige
Video
Menschen trauern um Affen aus Krefelder Zoo
1:14 min
Nach dem Brand in der Silvesternacht bleibt der Krefelder Zoo weiterhin geschlossen. Über 30 Tiere starben, darunter viele Menschenaffen.  © dpa

Als die Feuerwehr gut eine halbe Stunde nach Mitternacht zum Gelände kam, sei das Affenhaus schon voll in Flammen gewesen, berichtete der Sprecher der Krefelder Feuerwehr, Kai Günther. Es sei so groß gewesen, „dass uns klar war, dass wir es nicht retten können“.

Mehr als 30 Tiere sterben

Vermutlich durch verbotene Himmelslaternen war das Feuer ausgelöst worden. Mehrere von ihnen, teilweise auch mit handschriftlichen Zetteln daran, waren in Krefeld sichergestellt worden. Mehr als 30 Tiere starben in den Flammen, darunter zwei Gorillas, sieben Orang-Utans und ein Schimpanse. Zwei Schimpansen überlebten wie durch ein Wunder. Die beiden Tiere Bally und Limbo seien narkotisiert und in ein benachbartes Haus gekommen, berichtete der Zoodirektor.

Anzeige

Hier lesen: Himmelslaternen: Sind sie verboten, und wie gefährlich sind sie?

Einen großen Zoobrand, bei dem zahlreiche Tiere ums Leben kamen, hatte es in Deutschland zuletzt vor rund neun Jahren in Karlsruhe gegeben. Im November 2010 war im Streichelgehege des dortigen Zoos Feuer ausgebrochen, 26 Tiere starben: Alpakas, Zwergziegen, Shetland-Ponys, Zwergesel und Schafe. Vier Elefanten des benachbarten Dickhäuterhauses erlitten Verbrennungen. Die Brandursache wurde nie abschließend geklärt.

RND/msk/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen