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47 Touristen erleiden Lebensmittelvergiftung in ägyptischem Badeort – Hotelkoch verhaftet

  • 47 Gäste eines Hotels im ägyptischen Badeort Hurghada kommen mit einer schweren Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus.
  • Drei Angestellte des inzwischen geschlossenen Hotels werden verhaftet, darunter der Chefkoch.
  • Die Vergiftung hatten sich die Touristinnen und Touristen beim Abendessen zugezogen.
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Kairo. Nach einer Lebensmittelvergiftung von rund 50 ausländischen Touristen in dem ägyptischen Badeort Hurghada am Roten Meer hat die Staatsanwaltschaft die Verhaftung von drei Hotelangestellten angeordnet. Wie Staatsanwältin Hamada El-Sawy am späten Sonntag in einer Erklärung schrieb, werden die Angestellten, darunter der Chefkoch des Hotels, beschuldigt, das Leben der Gäste gefährdet zu haben. Die Angestellten wiesen die Anschuldigungen zurück. Bis die Untersuchung abgeschlossen ist, sollen sie in Haft bleiben.

Unter den erkrankten Touristen waren laut der Erklärung 14 Esten, 29 Russen und vier Tschechen. Sie seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem sie am Wochenende in einem Hotel in Hurghada zu Abend gegessen hätten. Viele von ihnen seien aus dem Krankenhaus entlassen worden, nachdem sich ihr Zustand verbessert habe. Die Tourismusbehörden ordneten nach offiziellen Angaben die Schließung des Hotels an, suspendierten den Direktor und entzogen ihm die Arbeitserlaubnis.

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Schließung des Hotels angeordnet

Die russische Nachrichtenagentur Tass zitierte den russischen Generalkonsul in Hurghada, Viktor Voropajew, mit den Worten, dass die Touristen in anderen Hotels untergebracht worden seien. „Der Gesundheitszustand aller Patienten ist zufriedenstellend, stabil und nicht lebensbedrohlich“, zitierte Tass den Generalkonsul. Zahlreiche russische Touristen besuchen Ägypten jedes Jahr.

Das Land bemüht sich zur Zeit um die Wiederbelebung seiner Tourismusindustrie, die durch die Unruhen nach dem Aufstand von 2011 und in jüngster Zeit durch die Corona-Pandemie schwer getroffen wurde. Die Regierung lockerte die Corona-Beschränkungen in den Badeorten am Roten Meer, um ausländische Besucher anzuziehen.

RND/AP

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