Abkürzung über Bahngleise: Urlauber zwingen IC-Zug zu Nothalt

  • Eine Gruppe Urlauber wählt beim Wandern eine gefährliche Abkürzung. Sie überqueren die Bahngleise in Rostock-Warnemünde und übersehen einen heranfahrenden Intercity-Zug.
  • Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, leitet der Zug eine Notbremsung ein.
  • Die Wanderer müssen nun mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.
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Rostock. Mit einer illegalen Abkürzung über Bahngleise haben Urlauber in Rostock-Warnemünde einen Intercity-Zug gestoppt – und müssen sich nun auf strafrechtliche Ermittlungen gefasst machen. Wie ein Sprecher der Bundespolizei am Mittwoch sagte, musste der Schnellzug aus Dresden am Dienstagabend in Höhe Warnemünde-Werft eine Notbremsung einleiten, um einen Zusammenstoß mit Leuten im Gleis zu verhindern. Der Zug kam rechtzeitig zum Stehen. Reisende kamen nicht zu Schaden, hieß es.

Ermittlung wegen Verdachts des gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr

Die Wanderer entkamen zunächst. Durch Hinweise wurde danach aber eine Reisegruppe aus Sachsen bei der Ankunft in einem Hotel in Warnemünde gestellt. Es handele sich um eine 35-jährige Frau und drei Begleiter im Alter von 27, 32 und 34 Jahren aus der Region Dresden, die kurz vorher in Warnemünde angekommen waren.

Gegen sie werde nun wegen Verdachts des gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr ermittelt. Solche leichtsinnigen Vergehen könnten mit Haftstrafen zwischen 6 Monaten und 10 Jahren bestraft werden.

RND/dpa

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