Abgeordnete: Polizei hat bei Protesten in London Rechte verletzt

  • Das britische Parlament hat eine Untersuchung der Polizei in London angeordnet.
  • Das Ergebnis: Bei Protesten hätten die Polizisten „fundamentale Rechte“ verletzt.
  • Nach der Mahnwache für die getötete Sarah Everard hatte es massive Kritik gegeben.
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London. Eine parlamentarische Untersuchung stellt der Polizei in London ein vernichtendes Zeugnis im Umgang mit mehreren größeren Protesten aus. Die Polizisten hätten dabei „fundamentale Rechte“ verletzt, so der Vorwurf der parteiübergreifenden parlamentarischen Gruppe, die am Donnerstag in London die Ergebnisse der Untersuchung vorstellte. Das Recht zu demonstrieren müsse vom Staat unterstützt, nicht unterdrückt werden, betonte der Labour-Abgeordnete Geraint Davies.

Nach der Mahnwache für die im Frühjahr mutmaßlich von einem Polizisten entführte und getötete Sarah Everard hatte es massive Kritik an der Polizei gegeben. Viele Teilnehmerinnen beklagten einen gewaltsamen Umgang und mangelnden Schutz. Auch bei Demonstrationen gegen ein neues Polizeigesetz hatte es ähnliche Berichte gegeben. Eine offizielle Aufsichtsbehörde hatte den Beamten danach jedoch den Rücken gestärkt.

RND/dpa

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