Ab nächstem Jahr: Schweiz verbietet Schreddern von Küken

  • Die Schweiz macht Ernst: Ab 1. Januar 2020 ist das Schreddern männlicher Eintagsküken in der Alpenrepublik verboten.
  • Das Ersticken durch Kohlendioxid bleibt allerdings weiterhin erlaubt.
  • Geforscht wird derzeit an einer Geschlechtsbestimmung schon im Brutei.
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In der Schweiz dürfen keine Küken mehr geschreddert werden, wie die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) vermeldet. Der Bundesrat des Alpenlandes hat beschlossen, das Schreddern lebender Bruderküken zu verbieten. In Kraft tritt das neue Gesetz am 1. Januar 2020, die Tierschutzverordnung wird entsprechend angepasst.

Das Ersticken der Tiere durch Kohlendioxid bleibt erlaubt

Allerdings wurde die mechanische Tötungsmethode in der Schweiz von den Brütereien nur noch in seltenen Fällen eingesetzt. Das Ersticken durch Kohlendioxidbegasung, wie es auch in Deutschland üblich ist, bleibt weiterhin erlaubt. Die Hähnchen in Ei-erzeugenden Betrieben eingesetzter Rassen können auch nicht als Masthähnchen großgezogen werden, weil sie – laut der Website Trendsderzukunft.de zu wenig Fleisch ansetzen.

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Erstrebt wird eine Bestimmung schon im Brutei

Erstrebt wird von Forschern internationaler Firmen und Universitäten eine Geschlechtsbestimmung schon im Brutei. Dadurch sollen die Bruteier von männlichen Legeküken frühzeitig eliminiert werden. Männliche Legeküken würden, so die „NZZ“, gar nicht mehr ausgebrütet.

In Deutschland ist das Schreddern von lebenden Küken weder verboten noch meldepflichtig. Millionen Küken kommen auf diese Weise alljährlich ums Leben.

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RND/hal