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Corona-Infektion kann sie nicht stoppen

98-Jährige bestreitet Rollator-Challenge: 73 Kilometer für arme Kinder in Kenia

Marietheres Wübken geht die letzte Runde ihres Spendenlaufs.

Nottuln. Die 98-jährige Münsterländerin Marietheres Wübken hat mit ihrem Rollator in einem Monat in einem Spendenlauf für arme Kinder rund 73 Kilometer zurückgelegt. Unter Beifall zahlreicher Unterstützer erreichte sie am Freitag in Nottuln (Kreis Coesfeld) ihr Ziel. Ihr Start sei sehr turbulent gewesen, schilderte Inge Schürmann vom Wohltätigkeitsverein Mary‘s Meals, der Schulspeisungen in besonders armen Ländern finanziert.

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In den ersten zehn Tagen sei sie locker die ersten 33 Kilometer gelaufen, dann wurde die Seniorin wegen einer Corona-Infektion zu einer zehntägigen Pause gezwungen. Nach einem milden Krankheitsverlauf schaffte Wübken dann mit Feuereifer noch einige Kilometer. Begleitet habe sie der zwölfjährige Schüler Julian, der auch die letzten fehlenden 27 Kilometer auffüllte, um die 100-Kilometer-Marke zu knacken. Die 73 Kilometer ist Wübken daheim in Nottuln bei Münster gelaufen.

Marietheres Wübken sammelte Geld für arme Kinder in Kenia.

Marietheres Wübken sammelte Geld für arme Kinder in Kenia.

Es sei eine vorläufige Sponsorensumme von geschätzten mehr als 16.000 Euro zusammengekommen. Der niederländische TV-Moderator Harry Wijnvoord lobte am Finaltag auf der Bühne des Nottulner Kirchplatz Ausdauer und Fitness der Münsterländerin.

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Bereits letztes Jahr mit Rollator 100 Kilometer gelaufen

Die hochbetagte Dame engagiert sich mit ihrer Rollator-Challenge in diesem Jahr für Kinder in der Region Turkana in Kenia. Dort bahne sich in einer durch den Klimawandel bedingten dreijährigen Dürreperiode derzeit eine wahre Katastrophe an, sagte Schürmann. Schon mit neun Cent könne man Schüler im Weltdurchschnitt mit einer Mahlzeit versorgen. Und 18,30 Euro reichten aus, um ein Schulkind ein Jahr lang mit warmen Essen zu versorgen. Daher zähle jede noch so kleine Summe. Auch viele Grundschüler hätten etwas Taschengeld gespendet. Zudem machten größere Sponsoren mit.

Wübken war schon 2021 mit ihrem Rollator 100 Kilometer gelaufen. „Ich freue mich, dass ich am Ende meines Lebens noch ein bisschen was dazu beitragen kann, Gutes zu tun“, hatte sie damals zu ihren täglichen Runden betont

RND/dpa

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