70-jährige mutmaßliche Mafia-Chefin in Rom verhaftet

  • In Italien wurde eine 70 Jahre alte Frau verhaftet, die Mafia-Chefin sein soll.
  • Sie soll die Verbindung Licciardi Camorra angeführt und an Erpressungen beteiligt gewesen sein.
  • Die Frau gehörte zu den 30 meistgesuchten Flüchtigen des Landes.
Anzeige
Anzeige

Die italienischen Behörden haben eine 70 Jahre alte mutmaßliche Mafia-Chefin verhaftet. Die Polizei teilte mit, die Carabinieri hätten Maria Licciardi am Flughafen von Rom abgefangen, kurz bevor sie nach Spanien habe ausreisen wollen. Sie war den Ermittlern zufolge als Chefin des Verbrechersyndikats Licciardi Camorra an Erpressungen beteiligt.

„Sie zuckte nicht mit der Wimper, als die Beamten sich ihr in den Weg stellten und den von der Staatsanwaltschaft Neapel unterzeichneten Haftbefehl vorlegten“, erklärte die Polizei nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa. Licciardi wurde schon einmal im Zusammenhang mit Verbrechen der Mafia verhaftet und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. 2009 kam sie auf freien Fuß. In der Vergangenheit gehörte sie zu den 30 meistgesuchten Flüchtigen in Italien.

Mafia-Chefin wurde auch „Die Kleine“ genannt

Licciardi, die wegen ihrer zierlichen Statur den Spitznamen „a piccirella“ („die Kleine“) erhielt, ging als Siegerin aus einer blutigen Fehde zwischen Clans zu Beginn des Jahrtausends hervor. Staatsanwälte in Neapel bezeichneten sie in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP 2009 als eine Patin im Camorra-Syndikat, die gemeinsam mit anderen Entscheidungen für den Clan getroffen habe.

Anzeige

Zu den Einnahmequellen der Camorra, einem der größten Verbrechersyndikate in Italien, gehören Erpressungen örtlicher Geschäftsinhaber, Drogenhandel und die Unterwanderung öffentlicher Bauaufträge.

RND/AP

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen