Schon 56 Tiere tot: Mysteriöses Elefantensterben in Botswana

  • Im weltberühmten Okavangodelta sind binnen weniger Tage die Überreste von 56 Elefanten gefunden worden
  • Das Department of Wildlife and National Parks in Botswana spricht von unbekannter Ursache.
  • Da die Elefanten ihre Stoßzähne noch hatten, wird Wilderei ausgeschlossen.
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Maun. Am Sonntag waren es 36 tote Tiere, am Montag weitere acht, in der Woche zuvor zwölf: Innerhalb von nur wenigen Tagen sind im berühmten Okavangodelta in Botswana die Kadaver von 56 Elefanten gefunden worden. Während 14 Kadaver an einer Stelle gefunden wurden, die nun als Epizentrum behandelt wird, wurden die anderen leblosen Tiere über den Nationalpark verteilt entdeckt. Weitere tote Elefanten werden noch vermutet, sind aber bisher nicht entdeckt worden. Laut Behörde sind Teams unterwegs, um weitere Kadaver aufzuspüren.

Zunächst wurde spekuliert, ob die Tiere an Milzbrand verstorben seien. Das wies das Departement of Wildlife and National Parks in dem Land im südlichen Afrika zurück. Einige Experten gehen davon aus, dass die Elefanten vergiftet wurden. Das bezweifelt jedoch Dimakatso Ntshebe, Koordinator für regionale Wildlife-Fragen, denn dann müssten nicht nur Elefanten, sondern auch andere Wildtiere zu Tode kommen, etwa Schakale und Hyänen, die sich an den Kadavern bedienen. Untersuchungen laufen derzeit noch, laut Ntshebe sei in Kürze mit den Obduktionsergebnissen zu rechnen. Einen Zeitpunkt nannte er allerdings nicht.

Die Elefanten hatten ihre Stoßzähne noch: Wilderei ausgeschlossen

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Dass die Tiere von Wilderern getötet wurden, ist unwahrscheinlich, denn alle Kadaver hätten noch Stoßzähne gehabt, so das Ministerium für Umwelt, nationalen Ressourcenschutz und Tourismus in einer Stellungnahme. Durch den Corona-Lockdown in vielen Ländern Subsahara-Afrikas hatte die Wilderei in den vergangenen Monaten in vielen Ländern enorm zugenommen.

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Die Behörden warnen gleichzeitig die Bevölkerung, sich an dem Fleisch von toten Elefanten, die sie in der Region finden, zu bedienen. “Die Todesursache ist noch unbekannt und damit ist das Verspeisen des Fleisches potenziell gesundheitsgefährdend.” Wer in der Gegend tote Tiere finde, solle sich melden. Die meisten Elefanten wurden nur wenige Kilometer entfernt von Dörfern gefunden.

RND/msk

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