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  • 35 Tonnen Haschisch beschlagnahmt: Speedboot-Verfolgungsjagd auf dem Mittelmeer

Verfolgungsjagd auf dem Meer: Polizei beschlagnahmt 35 Tonnen Haschisch

  • Der spanischen Polizei ist ein Schlag gegen den internationalen Drogenschmuggel gelungen.
  • Bei einer Verfolgungsjagd auf dem Meer zogen die Beamten 35 Tonnen Haschisch aus dem Verkehr.
  • Der Aufgriff ist das Ergebnis einer der größten Polizeiaktionen in der Geschichte des Landes.
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Die spanische Polizei hat einen aufsehenerregenden Treffer gegen die Drogenmafia gelandet. Bei einer Operation im Mittelmeer und vor der Küste der Kanaren gingen den Beamten 35.000 Kilo Haschisch ins Netz. Laut den Behörden handelt es sich um die “bisher größte Polizeiaktion gegen den Drogenhandel auf dem Seeweg” in Spanien.

Razzia per Speedboot

Das Rauschgift wurde auf vier Luxussegelbooten versteckt, die es von Marokko aus unbemerkt nach Europa bringen sollten. Doch die Schmuggler hatten die Rechnung offenbar ohne Polizei und Zoll gemacht: Videoaufnahmen belegen, wie sich die Beamten eine wilde Verfolgungsjagd mit den Drogenschmugglern auf einem Speedboot liefern. Am Ende entern die Polizisten zwei Jachten vor Fuerteventura sowie je eine in der Meerenge von Gibraltar und vor der Küste Marokkos.

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Verbindungen zur italienischen Mafia

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Die sogenannten Narco-Schiffe segelten zwar unter britischer, deutscher und niederländischer Flagge. Die Polizei von Palma de Mallorca sieht in dem rekordverdächtigen Haschischfund jedoch eine Verbindung zur italienischen Mafia.

Laut Informationen des “Diario de Mallorca” soll die neapolitanische Camorra den Drogenschmuggel finanzieren. Mitglieder der Camorra sollen dafür eigens nach Mallorca angereist sein und die Schiffe im Wert von bis zu einer Million Euro gekauft haben. Anschließend heuerten sie laut der Inselzeitung erfahrene Skipper aus Osteuropa an und verschwanden wieder. Bei dem Einsatz im Meer wurden neun bulgarische und russische Staatsangehörige festgenommen.

Mithilfe großer Netze werden die Drogen im Marinestützpunkt von Las Palmas auf Gran Canaria an Land befördert. © Quelle: imago images/Agencia EFE

Die Untersuchungen seien derzeit allerdings noch offen, wie die Polizei gegenüber der spanischen Tageszeitung “El País” berichtet. Es werde versucht, weitere Mitglieder der Organisation ausfindig zu machen und zu identifizieren, sodass “weitere Verhaftungen nicht ausgeschlossen sind”.

Marktwert: rund 60 Millionen Euro

Die Polizei präsentierte ihren Rekordfund derweil am Mittwoch unter schweren Sicherheitsvorkehrungen auf Gran Canaria. Der Marktwert der Drogen beläuft sich laut den Ermittlern auf rund 60 Millionen Euro.

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Es handelt sich bereits um den zweiten Schlag gegen Rauschgiftschmuggel auf Segelbooten innerhalb rund eines Monats. Anfang September entdeckte die spanische Polizei rund eine Tonne Kokain auf einer kroatischen Jacht.

RND


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