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26-Jährige vergisst durch Krankheit ihren Freund – der stellt erste Dates für sie nach

  • Was klingt wie die Handlung eines Hollywood-Films, ist für eine 26-jährige Londonerin Realität.
  • Aufgrund einer neuronalen Störung verliert sie jegliche Erinnerungen an ihr bisheriges Leben – und ihren Freund.
  • Der versucht daher, sie mit nachgestellten Dates erneut für sich zu gewinnen.
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London. Von einem Moment auf den anderen sind alle Erinnerungen an geliebte Menschen der 26-jährigen Sophia Clayton erloschen. Wie das britische Nachrichtenmagazin “The Sun” berichtet, leidet die Londonerin an einer seltenen neuronalen Störung, die an einem Tag im November 2019 ihren Gedächtnisverlust ausgelöst hat. Sie habe sich gerade für die Arbeit fertig gemacht, als sie plötzlich Nasenbluten bekommen habe. Kurze Zeit später sei auch Blut aus ihrem Auge gelaufen.

In einem Krankenhaus südlich von London hätten Ärzte schließlich nach langen Untersuchungen eine seltene funktionelle neurologische Störung bei der 26-Jährigen diagnostiziert. Eine Erkrankung, bei der die Kommunikation zwischen Gehirn und Nervensystem gestört wird und die bei Clayton durch das Nasenbluten einen starken Gedächtnisverlust auslöste. Auch ihren Freund Jonathan Wilson, mit dem sie damals seit zweieinhalb Jahren ein Paar war, habe sie nicht mehr wiedererkannt, heißt es in dem Bericht.

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Freund der 26-Jährigen stellt ihre ersten Dates nach

“Wir saßen stundenlang da und haben uns gegenseitig unsere Profile bei Facebook und Instagram angeguckt. Es war sehr schön, in Erinnerungen zu schwelgen”, so Jonathan Wilson in einem Interview mit “RTL”. Da Clayton jedoch weiterhin jegliche Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit fehlten, habe Wilson einen Plan geschmiedet, um die 26-Jährige erneut für sich zu gewinnen.

Er habe daraufhin die ersten Dates der beiden nachgestellt, unter anderem mit einem Picknick im Park. “Wir haben uns Zeit füreinander genommen”, so Sophie Clayton zu “RTL”. “Und ich habe gelernt, mich darauf zu verlassen, was andere Menschen mir über unsere Beziehung erzählen.” Die beiden habe vor allem derselbe Humor wieder zueinander geführt. “Selbst im Krankenhaus haben wir gelacht, wenn wir konnten”, erinnert sich Clayton.

Claytons Erinnerungen sind für immer verschwunden

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Claytons Erinnerungen an ihr bisheriges Leben seien höchstwahrscheinlich für immer verloren. Doch das Paar fokussiere sich nun darauf, gemeinsam neue Erinnerungen zu schaffen. Wilson resümierte im Interview mit “RTL”: “Unsere Liebe ist noch intensiver geworden. Wir wissen uns jetzt auf jeden Fall mehr zu schätzen und auch die Dinge, die wir füreinander tun.”

Bei einer funktionellen neurologischen Störung (FNS) leiden die Erkrankten unter einer Vielzahl neurologischer Störungen, die sich nicht kontrollieren lassen. Sie werden zum Beispiel durch Lähmung, Bewegungsstörungen, Krampfanfälle, Sprach- und Sehprobleme eingeschränkt. Die Erkrankung kann unter anderem durch hohen psychischen Druck ausgelöst werden.

RND/al

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