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2020 kein einziges Nashorn in Kenia gewildert

Kenia, Ol Pejeta Conservancy: Ein Nashorn weidet auf dem Gelände der Ol Pejeta Conservancy. Das Nördliche Breitmaulnashorn ist fast ausgestorben. Aber nun gibt es Hoffnung.

Ein Nashorn weidet auf einer Wiese.

Trotz düsterer Prognosen ist nach Recherchen der Tierschutzorganisation International Fund for Animal Welfare (IFAW) im vorigen Jahr in Kenia kein einziges Nashorn von Wilderern getötet worden. Die Population sei gegenüber dem Vorjahr sogar um elf Prozent auf 1.605 Nashörner gewachsen, teilte der IFAW am Dienstag in Hamburg mit. Die Tiere sind wegen ihrer Hörner sehr begehrt. Das Pulver gilt vor allem in Asien als Heil- und Potenzmittel.

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Der IFAW hatte befürchtet, dass aufgrund der Corona-Pandemie die Wilderei zunehmen könnte, da die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr drastisch eingebrochen sind. Aus diesen Mitteln werden überwiegend die Gehälter der Ranger finanziert. In den vergangenen acht Jahren sei die Zahl der gewilderten Nashörner stetig zurückgegangen, sagte James Isiche, IFAW-Regionaldirektor für Ostafrika. „Das bedeutet, dass die ergriffenen Maßnahmen zum Schutz der Nashörner wirken.“

Im Jahr 2015 wurden ein forensisches Labor mit einer genetischen Datenbank für die DNA von Nashörnern und Elefanten sowie ein Überwachungssystem eingerichtet. Das Labor hilft nach Angaben des IFAW bei der Beschaffung von Daten, die es Wissenschaftlern ermöglicht, die Bewegungsmuster der gefährdeten Arten zu erstellen. Diese Daten könnten auch helfen, Verdächtige der Wilderei zu überführen.

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RND/epd

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