2000 Menschen versuchen zu beweisen, dass Bielefeld nicht existiert

  • Bielefeld lobt eine Million Euro aus für denjenigen, der beweisen kann, dass die Stadt nicht existiert.
  • 2000 Menschen wollen den Beweis erbringen.
  • Experten prüfen nun seitenlange mathematische Rechnungen, Anwendungen aus der Quantenphysik und philophische Fragestellungen.
Anzeige
Anzeige

Bielefeld. Rund 2000 Menschen versuchen bei dem Millionengewinnspiel zur sogenannten Bielefeld-Verschwörung zu beweisen, dass es die Stadt in Ostwestfalen nicht gibt. „Die Reaktionen aus aller Welt auf unsere Aktion sind schlichtweg unglaublich und haben unserem Team witzige und intensive Tage beschert“, sagte der Geschäftsführer von Bielefeld Marketing, Martin Knabenreich, am Donnerstag laut einer Mitteilung. Der Einsendeschluss für die Beweise war am Mittwoch um Mitternacht. Bielefeld Marketing will nun nach eigenen Angaben die Argumente mit Experten prüfen und am 17. September das Ergebnis des Gewinnspiels präsentieren. Die meisten Absender hätten sich bemüht, ihre Beweise so humorvoll zu formulieren, wie die Aktion gedacht sei, so Knabenreich weiter.

Lesen Sie auch: Alternative Karte: Neuseeland setzt sich in den Mittelpunkt der Welt

Um den Beweis zu liefern, haben sich die Einsender vieler verschiedener Bereiche bedient: Ein paar würden philosophisch den Begriff „Existenz“ untersuchen, andere haben die Quantenphysik herangezogen, seitenlange mathematische Rechnungen würden die Großstadt auf dem Papier verschwinden lassen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Ein Witz über Bielefeld wird zur Verschwörungstheorie

Eine Million Euro hat Bielefeld für den schlüssigen Beweis ausgelobt, dass Bielefeld gar nicht existiert. Die Marketingabteilung will damit der hartnäckigen Verschwörungstheorie um ihre Stadt ein Ende setzen. Vor 25 Jahren war im Internet ein satirisch gemeinter Text aufgetaucht, in dem behauptet wurde, Bielefeld existiere nicht. Der Witz wurde zum Dauerbrenner, das Gewinnspiel dazu nun ein PR-Erfolg. Und die Bielefelder lassen sich nicht so schnell verunsichern: „Keine Sorge, wir Bielefelder sind uns unseres Seins immer noch ziemlich sicher“, so Knabenreich.

RND/dpa/goe