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13-Jähriger stirbt nach mutmaßlicher Gruppenvergewaltigung durch Polizisten

  • Fünf Polizisten sollen in Afghanistan einen 13 Jahre alten Jungen zwei Tage lang gefangen gehalten, gefoltert und vergewaltigt haben.
  • Der Junge hatte in Verdacht gestanden, eine “unzulässige Beziehung” zu einem anderen Jungen gehabt zu haben.
  • Die Polizisten wurden festgenommen.
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Kabul. Ein 13-jähriger Junge ist in Afghanistan nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung durch fünf Polizisten Behörden zufolge im Krankenhaus gestorben. Die Männer seien festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei in der südlichen Provinz Kandahar am Mittwoch. Der Zwischenfall ereignete sich den Angaben zufolge vor etwa einer Woche an einem Kontrollpunkt im Distrikt Dand. Die fünf Beamten, darunter der Chef des Kontrollpunkts, sollen den Jungen “sexuell gefoltert” und zwei Tage lang in ihrer Gewalt gehalten haben, hieß es.

Dem Jungen wurde vorgeworfen, eine “unzulässige Beziehung” zu einem anderen Jungen gehabt zu haben

Zu einem möglichen Motiv der Tat sagte ein Sprecher, der 13-Jährige habe im Verdacht gestanden, eine "unzulässige Beziehung" zu einem anderen Jungen aus dem Umkreis des Polizeikommandeurs zu haben. Das könne aber nicht stimmen, da es sich bei beiden um Kinder handele, fügte er hinzu.

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Unzulässige sexuelle Beziehungen sind in Afghanistan ein heikles Thema. Familien, die diese als Schande betrachten, rächen sich teils in verschiedenen Formen, um das Stigma zu beseitigen. Oft wird dies mit der Todesstrafe geahndet. In einem veröffentlichten Video hatte der Junge vor seinem Tod über die Tat und die erlittenen Qualen gesprochen.

RND/dpa

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