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100 Kilometer mit dem Rollator: 97-Jährige erreicht Spendenlauf-Ziel

Marietheres Wübken geht mit ihrem Rollator vor dem Haus, in dem sie wohnt.

Marietheres Wübken geht mit ihrem Rollator vor dem Haus, in dem sie wohnt.

Nottuln. Nach einem Monat täglicher Rollator-Runden durch Nottuln knackt die 97-Jährige Münsterländerin mit ihrem Spendenlauf an diesem Freitag die 100 Kilometer Marke. Das angegebene Spendenziel hat sie mit rund 56.000 eingeworbenen Euros um etwa das 30-fache überschritten, wie es bei Hilfsorganisation Mary’s Meals hieß, die die Aktion organisiert hat und mit den Spenden Schulmahlzeiten für Kinder in armen Ländern finanziert.

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„Ich freue mich, dass ich am Ende meines Lebens noch ein bisschen was dazu beitragen kann, Gutes zu tun“, sagte die 97-Jährige der Deutschen Presseagentur. Ihren täglichen Runden einen Sinn zu geben, habe ihr große Freude bereitet. Mit ihrem Rollator-Lauf beteiligt sich Wübken an der von Mary's Meals ausgerufenen Challenge „Move for Meals“, bei der Jeder und Jede mit Läufen und Touren aller Art um Spenden pro Kilometer werben kann.

Wübken will weiterlaufen: „Allein schon der Gesundheit wegen“

Sie finde es schön, den Anstoß für das Engagement vieler gegeben zu haben: Seit dem Startschuss für die Rollator-Challenge beteiligten sich Hunderte Spender – von den Landfrauen aus der Region, über Verwandte Wübkens aus den USA bis hin zu zahllosen Spendern, die in den Medien über das unermüdliche Engagement der Hochbetagten gelesen hatten. „Es wäre schön, wenn von diesem Einsatz aller gemeinsam etwas bleibt“, sagte Wübken. Sie jedenfalls will weiterlaufen. „Allein schon der Gesundheit wegen“, sagte sie. Die täglichen Spaziergänge gehören bei ihr dazu: „Das ist ja eh usus bei mir.“

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Zum Zieleinlauf der 100-Kilometer-Strecke soll nun noch mal der ganze Ort mobilisiert werden, sagte Ingrid Schürmann aus dem Vorstand von Mary’s Meals, die als Nachbarin von Wübken hinter der Idee der Teilnahme der 97-jährigen steckt. Alle Nottulner seien am Freitagnachmittag aufgerufen, Wübkens tägliche Runde zu gehen und so zusätzliches Geld für den guten Zweck zu sammeln. Dass Wübken der Rückhalt im Ort gewiss sei, davon ist Schürmann überzeugt: In den vergangenen Wochen sei sie immer wieder von Passanten ermuntert worden. „Autofahrer, die sie sahen, kurbelten das Fenster runter und feuerten sie an. So viele haben mitgefiebert“, sagte Schürmann.

Der Verein Mary’s Meals finanziert Schulspeisungen in besonders armen Ländern. Schülerinnen und Schüler sollen so konzentrierter lernen können und gesünder aufwachsen, um dem Kreislauf der Not zu entkommen. Allein die Unterstützer des Rollatorlaufs haben mehr als 600.000 Schulmahlzeiten finanziert, sagte Schürmann.

RND/dpa

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