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Wohnwagen-Einsteigermodell Beachy: Strandfeeling mit eingebautem Panoramablick

  • Vanlife und Strandfeeling – warum lässt sich dieses Gefühl nicht auch mit Wohnwagen erzeugen?
  • Diese Frage stellte sich Holger Schulz, Geschäftsführer der Hobby-Wohnwagenwerke.
  • Und so entstand mithilfe einer dänischen Designerin der Beachy – der neue Einsteigerwohnwagen des europäischen Marktführers Hobby.
Michael Lennartz
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Die Caravaningwelt verändert sich gerade. Bei den Reisemobilen schlägt der Trend zu kompakten, eher spartanisch ausgestatteten Fahrzeugen bereits signifikant durch, denn jeder Zweite entscheidet sich aktuell für einen Kastenwagen oder Campingbus. Wichtig sind dabei aber vor allem halbwegs komfortable Schlafmöglichkeiten zum Übernachten, während auf fürstliche Küchen mit mehrflammigen Kochfeldern oder gar Toilettenräume gern verzichtet wird. Aber wie sieht das bei den Wohnwagen aus? Sind da nicht Konzepte für einen simplen, aber dennoch schicken und emotionalen Einsteigercaravan längst überfällig? Vanlife und Strandfeeling im Wohnanhänger – warum sollte das nicht möglich sein?

Das fragte sich auch Holger Schulz, der Geschäftsführer der Hobby-Wohnwagenwerke in Rendsburg-Fockbek, die als europäischer Marktführer in Sachen Caravan nichts dergleichen in ihrer umfangreichen Produktpalette zu bieten hatten. Der Tüftler aus dem hohen Norden, der früher selbst gern an betagten, eher historischen Exemplaren herumschraubte, schleppte altes Treibholz, Muscheln, Sand, Dünengras und Leinensäcke zu den ersten Meetings in der Chefetage heran, um die Kollegen von seiner Idee zu überzeugen, „einen Wohnwagen zu machen, der einfach ist und nach Strand riecht“. Und Holger Schulz engagierte dafür extra die dänische Designerin Anne Halskov, die den trendigen Wohnanhänger von Grund auf neu entwerfen sollte.

Der Blick in die weite Welt: Die große Hecktür des Beachy gibt eine Panoramaansicht frei. © Quelle: Hobby
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Das Ergebnis ist der Beachy, ein Vanlife-Caravan, der mehr ist als eine neue Baureihe im Hobby-Portfolio. Er soll als eigenständige Marke besonders eine junge Klientel davon überzeugen, dass nicht nur Campingbusse einen hohen Coolness-Faktor besitzen, sondern auch eine Wohnkabine am Haken ein Lebensgefühl vermitteln kann, wie es einstmals die Beach Boys verkörperten.Tatsächlich ist beim Beachy im Vergleich zu normalen Wohnwagen fast alles anders. Wichtigstes Merkmal bei der Transformation des Vanlifefeelings in den Strandcaravan ist die große Hecktür, die den Panoramablick in die Natur eröffnet. Wie im Campervan.

Deshalb befindet sich im hinteren Bereich des Beachys auch die Sitzgruppe, die sich aus zwei Längssofas mit Tisch zusammensetzt und zur Nacht in ein großes 2,00 mal 1,80 Meter breites Bett für zwei Erwachsene und ein Kind verwandelt wird. Ein perfekter Platz für berauschende Fernblicke, egal ob am Strand oder in den Bergen. Das Interieur ist einfach, ohne großen Schnickschnack. Helle und natürliche Farben – wie am Strand eben.

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Die kleine Küchenzeile des Beachy bietet keinen Kocher an. © Quelle: Hobby

Statt üblicher Hängeschränke gibt es offene Fächer mit stoffbezogenen Körben, wie man sie vielleicht aus einem schwedischen Möbelhaus kennt. Spannbänder garantieren, dass auch alles an Ort und Stelle bleibt. Sandfarbene Polster, natürliche Leinenoptik – alles sehr stimmig. Man sieht, Anne Halskov versteht ihr Handwerk.

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Das gilt auch für die kompakte Küche im Bug, die zwar eine 37-Liter-Kompressorkühlbox, ein Spülbecken sowie je einen 15-Liter-Frisch- und Abwasserkanister enthält, aber keinen Kocher. Der wird nicht einmal als Option angeboten. Ebenso wenig eine Heizung oder eine Aufbaubatterie. So schick der Beachy auch sein mag, er ist ein spartanischer Sommercaravan. Immerhin kann die kleine Kammer, die in der vorderen linken Ecke neben dem Küchenblock als begehbarer Kleiderschrank dient, auf Wunsch aber auch mit einer tragbaren Chemietoilette (Porta Potti) ausgestattet werden und verwandelt sich so zu einem abschließbaren stillen Örtchen.

Die drei Grundrisse Beachy 360, 420 und 450, die zum Verkaufsstart nach dem Düsseldorfer Caravan-Salon Anfang September angeboten werden, haben Aufbaulängen von 3,66 bis 4,56 Meter (mit Deichsel 5,08 bis 5,98 Meter) und hängen mit 900 bis 1000 Kilogramm am Zugfahrzeug. Gerade für eine jüngere Kundschaft kann eine geringe Masse von Bedeutung sein, da mit dem B-Führerschein nur Gespanne mit einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen gefahren werden dürften. Eine Auflastung auf 1200 Kilogramm ist jedoch möglich, um die Zuladekapazität von 60 bis 177 Kilogramm deutlich zu verbessern.

Die Einrichtung ist in allen drei Varianten gleich. Beim Beachy 420 kommt gegenüber der 360er-Basis lediglich Stauraum in der Wagenmitte hinzu. Der Raumgewinn für den Beachy 450 kommt der Sitzgruppe und dem Bett zugute. Das dann 2,40 mal 2,00 Meter große Bett reicht für zwei Erwachsene und zwei Kinder.

Der Beachy 360 geht zu Preisen ab 11.950 Euro an den Start. Die beiden größeren Varianten kosten exakt 1000 beziehungsweise 2000 Euro mehr. Zu den wenigen Sonderausstattungen, die es für den Beachy geben wird, gehört ein eigens von DWT-Zelte für den Beachy entwickeltes Sonnensegel, das auf der rechten Seite angebracht wird. Es soll für 265 Euro angeboten werden.

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Immerhin reduziert Hobby mit dem Beachy den Einstieg in die Caravanwelt um gut 4000 Euro. Und dass das Konzept eines spartanischen, aber kultigen Wohnwagens durchaus erfolgreich sein, hat ja bereits Knaus-Tabbert mit der Marke T@B bewiesen. Auch wenn es dabei um das Retrothema (Teardrop-Caravans) geht und nicht um Vanlife und Strand.

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