Volkswagens neue Performance-Reihe vorgestellt: Starkstrom für den ID.4 GTX

  • Volkswagen will künftig sportliche Elektroautos auf der ganzen Welt verbreiten.
  • Dazu wird das Kürzel GTX wiederbelebt, dass es vor vielen Jahren schon einmal gab.
  • Als erstes Fahrzeug der neuen Modellfamilie wurde jetzt in Berlin der VW ID.4 GTX vorgestellt.
Gerd Piper
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Aus GTI wird mit Stecker GTX: Volkswagen präsentiert mit dem VW ID.4 GTX seine erste vollelektrische Performance-Variante und belebt damit ein Label wieder, das es schon mal vor vielen Jahren gegeben hat – allerdings nur für kurze Zeit. Das GTX-Zeichen werden künftig die elektrischen Performance-Fahrzeuge aus Wolfsburg am Heck tragen, die eine eigene Modellfamilie bilden sollen.

Damit gehen die Niedersachsen einen weiteren Schritt auf dem Weg in die Elektromobilität. Thomas Ulbrich, neuer Entwicklungsvorstand bei Volkswagen und ein Mann der handfesten Art, bringt es bei der Weltpremiere des Fahrzeugs in einem Hangar des historischen Berliner Flughafens Tempelhof so auf den Punkt: „Mit dem GTX schlagen wir jetzt richtig zu.“

VW-Markenchef Ralf Brandstätter machte es sichtlich Spaß, den neuen ID.4 GTX vorzustellen: „Es ist ein toller Moment für uns alle bei Volkswagen.“ Nachdem die anfänglichen technischen Schwierigkeiten beim Start der Wolfsburger ins Elektrozeitalter offenbar überwunden sind, geht es jetzt aufwärts: Noch in diesem Jahr will man 150.000 Einheiten des ID.4 ausliefern, das Elektro-SUV ist gerade zum World Car of the Year gewählt worden und wird künftig als Weltauto auf mehreren Kontinenten von den Bändern rollen. Brandstätter: „Bis 2030 wollen wir den Absatz reiner E-Modelle in Europa auf mehr als 70 Prozent steigern.“

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Der erste einer neuen, sportlichen Fahrzeugfamilie: der VW ID.4 GTX. © Quelle: Volkswagen

Was vor Jahren noch wie ein schöner Traum klang und unmöglich schien, scheint jetzt Realität zu werden: sportliche E-Autos, die für viele erschwinglich sind. Was ein Porsche Taycan oder ein Audi e-tron GT als High-Performance-Fahrzeuge vorgemacht haben, erschließt sich mit dem GTX-Label einer breiteren Käuferschicht. Und das erste Modell der künftigen Reihe, der ID.4 GTX, sendet noch ein weiteres Signal auf die Straße: Fahrdynamische Leidenschaft und entsprechend ausgelegte E-Autos sind keine Zukunftsmusik mehr, Nachhaltigkeit und sportliche Leistungen müssen sich nicht ausschließen. Klaus Zellmer, VW-Vertriebsvorstand: „Die Zukunft des sportlichen Fahrens beginnt jetzt.“

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Weil Außenstehende nicht mehr das Brabbeln und Brüllen der Sportwagenmotoren hören können, sollen sie künftig sehen, welches Auto sie vor sich haben: Die Front des ID.4 erhält in der unteren Schürze eine Wabenstruktur nach klassischer Sportwagenart, das SUV steht auf knackigen 21-Zoll-Reifen und das Heck bekommt neue 3-D-LED-Rückleuchten. Im Innern ziert ein GTX-Schriftzug Sportsitze und Lenkrad. Den Wagen gibt es zweifarbig, wobei es immer dunkle Farben sind, die miteinander kombiniert werden.

Sportlich-eleganter Arbeitsplatz: das Cockpit des ID.4 GTX. © Quelle: Volkswagen
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Fest steht: Der ID.4 GTX wird in 6,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h sprinten und soll mit einer Akkuladung rund 480 Kilometer weit kommen. Die Batterie leistet 77 kWh und kann in 30 Minuten 300 Kilometer nachladen, was eine beachtliche Leistung wäre. Die zwei E-Maschinen, jeweils eine an Vorder- und Hinterachse, leisten 299 PS. Das ist ein kräftiger Schub von rund 100 PS, der ID.4 kommt auf 148 und 204 PS. Verteilt wird das auf den Allradantrieb zwischen Vorder- und Hinterachse mit 102 beziehungsweise 204 PS. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h begrenzt.

Auch bei der Digitalisierung soll das neue ID.4-Topmodell ganz vorne mitfahren. Laut VW ist man der erste Hersteller im Volumensegment, der demnächst regelmäßige Updates und neue Funktionen „over the air“ in die Fahrzeuge spielen kann.

Neues Markenzeichen am Heck: die Kennung GTX. © Quelle: Volkswagen

Dass sich VW für ein SUV als Einstiegsmodell in das neue Segment entschieden hat, dürfte vor allem zwei Gründe haben: Zum einen soll der aktuelle Golf in der GTI-Variante nicht schon jetzt Konkurrenz aus dem eigenen Haus bekommen, zum anderen sind SUV nicht nur Bestseller, sondern auch als Sportwagen eine längst akzeptierte Fahrzeuggattung, die mehr Platz als nur für zwei Personen und damit eine hohe Alltagstauglichkeit bietet. Der Grundpreis für den ID.4 GTX, der im Sommer auf den Markt kommt, beträgt 50.415 Euro.

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