Studie: Diese Autos beeindrucken beim Dating am meisten

  • Heycar hat die Wirkung verschiedener Automodelle auf Frauen und Männer mit einer Dating-App getestet.
  • Dabei zeigt sich: Nicht PS-starke Poserkarren beeindrucken zukünftige Partnerinnen und Partner.
  • Am beliebtesten ist ein Bulli aus dem Jahr 1974.
|
Anzeige
Anzeige

Hannover. Ein Auto kann ein äußerst hilfreicher Begleiter bei der Partnersuche sein. Vorausgesetzt, es ist das richtige Auto. Das hat die Onlinegebrauchtwagenplattform Heycar herausgefunden und es sozusagen amtlich gemacht.

Und jetzt bekommen all diejenigen, die schon immer um die amourösen Talente eines Automobils wussten, den Blues und müssen ganz tapfer sein: Denn es sind nicht die tiefergelegten BMW, die Porsches und die Jaguars, die Herzen brechen, sondern ein alter VW-Bus, ein DeLorean DMC-12 oder das Model S von Tesla. Die Außenseiter, nicht die mit der großen Schnauze, machen das Rennen um die Gunst auf der Jagd nach der Liebe.

Es ist wohl ein Zufall, dass sowohl bei Frauen als auch bei Männern ein VW Bus, Baujahr 74, ganz vorne liegt und das Blut in Wallung bringt, auch wenn die Wolfsburger bei Heycar im Hintergrund die Finger mit im Spiel haben. Wir glauben ganz fest daran, dass Heycar bei der Suche nach den anziehendsten Autos seriös vorgegangen ist.

Ein bisschen Rost schadet nichts

Anzeige

Und das ging so: Das Unternehmen hat männliche und weibliche Testpersonen gesucht, die jeweils 13 verschiedene Autos im Hintergrund ihrer Tinder-Dating-App präsentierten. Um stimmige und genaue Ergebnisse zu erhalten, wurde für die gesamte Studie dasselbe Foto der jeweiligen Person verwendet und nur der Wagen im Hintergrund ausgetauscht. Insgesamt wurden pro Auto 400 Swipes gesammelt und zwischen den Testpersonen gleichmäßig gewichtet.

Anzeige

Das Ergebnis, soviel scheint klar, stellt alle bisherigen Rankings und Hitlisten auf den Kopf, vermutlich deshalb, weil die eh von unbelehrbaren PS-Nerds geschrieben wurden, die sich besser mit Vergasern, mit Ölen und Schmierfetten auskennen als mit Herzensdingen. Nun ist es nicht so, dass die Automobilgeschichte deshalb neu geschrieben werden muss – aber eins steht fest: Ein bisschen Rost schadet auch nichts.

Bulli am beliebtesten

Dass ein Bulli bei Frauen (1. Platz) und Männern (2. Platz) den Puls nach oben treibt, lässt sich erklären: Uschi Obermeier machte den VW-Bus mit ihrer Fahrt nach Indien unsterblich, für die einen wurde sie zur Vorreiterin einer selbstbestimmten, unabhängigen Frau, für die anderen – nun ja.

Doch schon der DeLorean DMC-12 ist eine Überraschung. Der irische Sportwagen, der nur zwei Jahre lang produziert wurde, erlangte zwar durch den Hollywoodklassiker „Zurück in die Zukunft“ Weltruhm, doch das lag mehr an seiner flachen Bauweise, den Flügeltüren und dem Fluxkompensator. Denn tatsächlich war der Sportwagen eine ziemliche Lusche, der elf Sekunden für den Sprint von null auf 100 brauchte und folgerichtig vom Time Magazine in die Liste der 50 schlechtesten Autos aufgenommen wurde.

Doch bekanntlich ist schön immer das, was gefällt. Und das tut der DeLorean: Bei den weiblichen Tinder-Testerinnen landete er auf Platz zwei, bei den Männern auf Platz eins. Was beweist, dass der Mix aus Nostalgie und Science Fiction eine nahezu unwiderstehliche Wirkung entfalten kann.

Tesla Model S ebenfalls beliebt

Anzeige

Wer sich noch nicht gewundert hat, darf es jetzt tun. Denn auch am unteren Ende der Skala dürfte sich manch einer die Augen reiben: Dass Frauen einen Toyota Prius nicht unbedingt sexy finden, ist irgendwie nachvollziehbar, dass aber ein 640-PS-Kracher wie der Lamborghini Murcielago bei den Männern komplett durchfällt (gefolgt übrigens vom Trabi) ist schon eine bittere Pille. Wer bislang gedacht hat, Männer lassen sozusagen evolutionstechnisch gerne die Muskeln spielen und haben seit der Erfindung des Verbrennungsmotors von Geburt an einen schweren rechten Fuß, lag falsch. Der deutsche Durchschnittsmann, der eine Partnerin sucht, ist sensibel und emphatisch – und denkt nur manchmal an Uschi Obermeier.

Video
Tesla-Fabrik bei Berlin präsentiert sich der Öffentlichkeit
1:22 min
Wenige Wochen vor dem erwarteten Produktionsstart hat der US-Elektroautobauer Tesla am Samstag sein erstes europäisches Werk der Öffentlichkeit präsentiert.  © dpa

Weil Heycar bei seiner Studie dem Zeitgeist folgte, wurden auch E-Autos in den Tinder-Hintergrund aufgespielt. Und da sind sich Frauen und Männer geschlechterübergreifend einig: Wer ein Herz erobern möchte und deshalb unter Strom steht, sollte idealerweise mit einem Tesla Model S vorfahren. Wer sich ein solches Auto nicht leisten kann, und die meisten Menschen können das nicht, muss zusehen, dass er irgendwoher eines geliehen bekommt. Spätestens beim zweiten Date heißt es dann: Farbe bekennen. Wenn die oder der nett ist, wird‘s schon nicht so schlimm werden.

Wer aber nicht flunkern möchte und lieber von Anfang an mit offenen Karten spielt: Ein BMW i3 oder ein VW id.3 tut‘s auch. Mit kleinen Abstrichen bei den Sympathiewerten.

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen