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Studie: ÖPNV spielt bei Mobilitätsplattformen künftig eine Schlüsselrolle

  • In Zeiten der Pandemie setzen viele Menschen wegen des Infektionsrisikos aufs Auto.
  • Dennoch schreiben die Deutschen Bus und Bahn offenbar auch in Zukunft eine Schlüsselrolle zu.
  • Eine Studie zeigt, wie sich Menschen hierzulande die Entwicklung des Personennahverkehrs vorstellen.
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Köln . Beim Thema Mobilität billigen viele Menschen in Deutschland den Betrieben des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auch in Zukunft eine Schlüsselrolle zu. Eine Umfrage des Instituts für Handelsforschung Köln (IFH) ergab, dass Bus und Bahn am ehesten als Anbieter einer Mobilitätsplattform gesehen werden, die unter einem Dach Angebote von der Bahnfahrkarte über Mietwagen bis zum Leihfahrrad bündelt. Immerhin gut 27 Prozent nannten die ÖPNV-Betreiber als favorisierten Anbieter.

Jede fünfte befragte Person traute am ehesten neuen Start-ups den Aufbau einer Mobilitätsplattform zu. Andere mögliche Betreibende – wie Kommunen, Mietwagenverleiher, Fahrzeugerhersteller oder etablierte Digitalkonzerne wie Google oder Uber – stießen auf deutlich weniger Rückhalt bei Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Verfasser der Studie: „ÖPNV verfügt über langjährige Kundenbeziehungen“

„Bei den Mobilitätsplattformen handelt es sich im Grunde um ein sehr lokales Geschäft. Der ÖPNV hat hier den Vorteil, dass er schon vor Ort präsent ist und bereits über eine Infrastruktur sowie langjährige Kundenbeziehungen verfügt“, sagte der Verfasser der Studie, Ralf Deckers. Ein Beispiel für ein solches Angebot aus den Reihen des ÖPNV sei die von den Berliner Verkehrsbetrieben initiierte Jelbi-App, die Mobilitätsangebote vom ÖPNV über Mietwagen bis zu Leihrädern vereine.

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Ganz anders ist der Studie zufolge die Situation in den USA. Hier trauen die Verbraucher am ehesten etablierten Digitalkonzernen den Betrieb einer Mobilitätsplattform zu. Immerhin 24 Prozent der Befragten in den USA sehen Google, Uber und Co. am ehesten als Plattformbetreiber. Die Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs rangieren hier nur auf Rang zwei, dicht gefolgt von den Mietwagenanbietern. „Hier macht sich wahrscheinlich auch die geringere Bedeutung des öffentlichen Nahverkehrs in den USA bemerkbar“, sagte Deckers.

RND/dpa

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