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Edel-Truck für den Alltag

Ford Raptor: Luxuriöser Lastesel für Berg und Einkaufszentrum

Der Ford Raptor macht eine bella figura im Gelände und auf den Straßen.

Der Ford Raptor macht eine bella figura im Gelände und auf den Straßen.

Im Unterschied zu seinen Ford-Brüdern F150 oder F350 oder den Standeskollegen von Dodge oder GMC ist der Ranger eigentlich der brave, kleine Truck für den Gärtner oder Klempner von nebenan. Der neue Raptor hingegen lässt einen völlig vergessen, warum Pick-ups in Deutschland auch als Lkw angemeldet werden können.

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Der neue Raptor sieht griffig, giftig und sportlich aus. Die wuchtige Fahrerfront, bei der die Buchstaben F, O, R und D nicht nur Markenname, sondern dominierendes Designelement sind, wird eingerahmt von einer zeitgemäß grazilen LED-Lichtarchitektur. Lackiert ist unser sportlicher Test-Lastesel in einem orangeroten Schockton, der klipp und klar signalisiert, wer hier der King of the road ist – beziehungsweise der King of offroad.

Die Marke ist Design: Der mächtige Ford-Schriftzug prägt die Front des Raptor.

Die Marke ist Design: Der mächtige Ford-Schriftzug prägt die Front des Raptor.

Denn seine größten Fähigkeiten entfaltet der Raptor in freiem Gelände, wie sich in der katalanischen Wildnis zeigte. Auf Sandpisten lassen sich die 2,4 Tonnen buchstäblich zum Fliegen bringen, nutzt man den Sportmodus „Baja“, um mit vollem Grip durch die Spur zu brettern. Am Berg, über Stock und Stein klettert der Raptor mit extrem verschränkten Achsen und zwei 100-Prozent-Sperrdifferentialen zur Not auch automatisch durch seinen Autopilot für Berg- und Talfahrten ab 1 km/h.

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Dass Ford den neuen Ranger samt Spitzenmodell nicht elektrifiziert auf den Markt bringt, hat vor allem damit zu tun, dass diese auch unter der neuen europäischen Gesetzeslage noch 12 Modelljahre vor sich haben. Beim F150, dem bestverkauften Truck in den USA, hat man in Gestalt des Lightning bereits bewiesen, was für eine harmonische Liaison Pick-up und Elektrifizierung eingehen können. Doch natürlich macht der Raptor auch mit seinem 3,0 Litern Hubraum und seinem Sechszylinder-Twin-Turbo eine gute Figur.

Und das nicht nur auf dem Spielplatz für große Mädchen und Jungs im Gelände, sondern im Alltag. Auf 5,36 Metern Länge ist reichlich Platz für Beifahrende, Ware oder Werkzeug. Das mittels Auspuffklappe je nach Fahrmodus auch noch eine entsprechende Motorsinfonik den Weg nach draußen finden darf, erhöht auch bei umweltbewussten Personen am Steuer Fahrfreude pur.

RND-Tester Daniel Killy mit dem Raptor im Gelände.

RND-Tester Daniel Killy mit dem Raptor im Gelände.

Ähnliche Emotionen löst das edel-sportliche Cockpit aus. Ziernähte in der Außenfarbe „Code Orange“ und orangefarbene Elemente wechseln mit edlem anthrazitfarbenem Leder. Auf dem Lenkrad prangt nicht nur leuchtendorange der Schriftzug Raptor, ein orangefarbener Ring zeigt zudem praktischerweise an, wann die Räder in gradgenauer Präzision nach vorn fahren. Die Bang & Olufsen-Anlage sorgt für Luxussound. Ob man dabei die 215 kW (292 PS) und das maximale Drehmoment von 491 Newtonmeter ausnutzt oder entspannt über Landstraßen cruist, ist egal: Die Lenkradumgebung sorgt für ein stets entspanntes Fahren.

Dass das versatil nutzbare Heck, inklusive serienmäßiger Anhängekupplung, auch für den Arbeitsalltag gerüstet ist, macht den Raptor zum aktuell wohl schicksten Lastenschlepper. Doch im deutschen Alltag wird er wohl eher ein edler Begleiter in den feschen Vorstädten sein – und Kritiker des Automobils in seiner fossilen Form werden gewiss fragen, warum es denn so ein Auto braucht.

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Der Kollege vor uns kriegte die bucklige Kurve nur mit Mühe.

Der Kollege vor uns kriegte die bucklige Kurve nur mit Mühe.

Die Antwort ist: Weil der Raptor Spaß macht, weil sein Motor Emotionen weckt. Ob das allerdings auf dem deutschen Markt ankommt, bleibt abzuwarten. Denn auch der Preis von 79.432 Euro ist nicht gerade eine Metapher für Alltagsmobilität. Und 13,8 Liter auf 100 Kilometer – das gilt geradezu schon als Tabubruch heutzutage.

Dass es aber außerhalb Deutschlands noch auf lange Zeit Absatzmärkte für Autos wie den Raptor gibt, zeigt auch die Tatsache, dass VW mit dem Plattformbruder Amarok demnächst auch in die zweite Generation gehen wird.

Das Cockpit des Raptors strahlt sportliche Eleganz aus – zentrales Element ist der große Touchscreen.

Das Cockpit des Raptors strahlt sportliche Eleganz aus – zentrales Element ist der große Touchscreen.

Ab Anfang 2023 ist der Ford Ranger Raptor in Deutschland zu haben. Drei sparsamere Dieselvarianten werden später noch folgen. Für den ungetrübten Fahrspaß ohne Reue in diesen Tagen fehlt allerdings noch der Elektroantrieb. Denn Fahrspaß, den vermittelt der Raptor nun mal, ob als Lifestyle oder als Lieferwagen.

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