Ohne Schirm, Scham und Melone – so macht Rad fahren auch im Regen Spaß

  • Auch im Regen kann das Fahren auf dem Fahrrad Spaß machen.
  • Die richtige Ausrüstung ist dabei entscheidend.
  • Allerdings kann zum Beispiel ein Poncho auch sehr gefährlich werden.
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Fragen an alle E‑Bikerinnen und E‑Biker: Sind volle Busse und Bahnen wirklich angenehmer als leerere Radwege? Soll also Regen tatsächlich ein Grund sein, auf das Radfahren zu verzichten? Die Antwort erfahrener Allwetter-Pedaleurinnen und ‑Pedaleure ist klar: Natürlich ist Regen kein Grund, auf das Radeln zu verzichten. Auch verregnete Luft ist frische Luft. E‑Bikes sind nicht wasserscheu. Rad fahren im Regen kann sehr viel Spaß machen. Und so sollte es für die Nutzerinnen und Nutzer des E‑Bikes eigentlich nur auf die richtige schützende Kleidung und das Beherzigen einiger Ratschläge ankommen. Regenkleidung ist wichtig, kann aber sogar gefährlich sein. Sechs Tipps eines Allwetter­radlers für glückliches und sicheres Regenradeln.

1. Nie mit Schirm auf dem Fahrrad!

Nicht, weil es gesetzlich verboten wäre. Nein, weil es einfach nach den Regeln des gesunden Menschenverstandes geboten ist. Ein aufgespannter Schirm in der Hand eines Radfahrers oder einer Radfahrerin ist schlichtweg brandgefährlich. Die haltende Hand fehlt am Lenker. Und vor allem ist der Schirm eine perfekte Angriffsfläche für den Wind, er schränkt die Sicht ein, lenkt ab. Kurzum: Lieber durchnässt ohne Schirm im Sattel sitzen als kaum trockener mit Schirm aus dem Sattel fliegen.

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2. Abwägen zwischen schwitzen und schützen

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Regenhose und Regenjacke, bestenfalls zertifiziert mit einem Schutzgrad von Wassersäule 10.000, sind gemeinhin so wasserdicht, dass selbst bei stundenlangem Fahren durch starken Niederschlag keine Feuchtigkeit von außen eindringt. Aber derlei Material ist selten so atmungsaktiv, dass es den Schweiß nach außen lässt. Kurzum: Für kurze Fahrten durch nur leichten Regen ist eine solche Montur vermutlich kontraproduktiv für den Wohlfühlfaktor.

3. Käppi unter der Mütze

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Die Mützen der allermeisten Regenjacken haben einen Nachteil: Sie bedecken die Ohren, sind trotz Zugkordel oft zu weit und schränken das Sichtfeld nach links und rechts ein. Regenwetter-Radelprofis nutzen deshalb lieber ein Radkäppi. Das schützt zwar nicht so umfänglich vor dem Regen, aber die Ohren bleiben frei. Bei heftigem Regen ist ein Käppi unter der Mütze auch ein guter Kniff, um – bei leicht gebückter Sitzhaltung und etwaigem Wind – durch den Käppischirm zu verhindern, dass die Mütze über die Augen rutscht.

4. Das Poncho-Dilemma

Wegen Punkt zwei: Einige Radnutzerinnen und Radnutzer schützen sich statt mit Regenhose und Regenjacke mit einem Poncho vor dem Niederschlag. Vorteil: weniger aufwendig anzuziehen als eine Regenhose. Zudem entsteht so, vor allem an den Beinen, keine schweißtreibende Enge. Der Poncho geht über die Arme und bedeckt so durch die Haltung am Lenker auch die darunter strampelnden Beine. Praktisch eigentlich. Der Schreiber dieser Zeilen ist trotzdem ein Gegner des Ponchos als Regenschutz. Grund: Der über die Arme ausgebreitete Poncho bietet eine perfekte Angriffsfläche für Wind. Dadurch wird das Fahren mit Poncho deutlich gefährlicher. Dann lieber etwas schwitzen mit Regenhose und Regenjacke.

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5. Immer Licht an bei Regen

Regen beeinträchtigt die Sicht. Gerade auch die von Autofahrerinnen und Autofahrern. Daher gehört bei Regenfahrten das Licht am Rad grundsätzlich eingeschaltet.

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6. Schuh­überzieher oder Wechselschuhe

Regen verschmutzt Schuhe. Und gute Regenhosen haben zudem den Nachteil, dass das abperlende Wasser gern vom Knie abwärts in die Schuhe läuft. Daher: entweder Schuhe schützen mit Regen­überziehern – oder nasse Füße/Schuhe akzeptieren und frische Schuhe/Socken am Ziel (zum Beispiel dem Arbeitsplatz) deponieren.

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