Günstiger unterwegs trotz Höchstpreisen: Mit diesen Tipps sparen Sie wirksam Benzin

  • Steigende Rohölpreise treiben auch die Kosten an der Zapfsäule in die Höhe.
  • Doch wer sich beim Tanken und während der Fahrt an diese Tipps hält, kann den Verbrauch verringern und effektiv Geld sparen.
  • Ein geringeres und konstantes Tempo sowie frühes Hochschalten kann den Verbrauch deutlich senken.
Kristina Auer
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München. Schon lange waren die Benzinpreise nicht mehr so hoch wie in diesem Herbst. Grund dafür ist die Preisentwicklung beim Rohöl. Im Vergleich zum September 2020 habe sich der Preis pro Barrel nahezu verdoppelt, schreibt das Verbraucherportal „Clever Tanken“. Die Erholung der Wirtschaft von der Corona-Krise sorgt für einen weltweit hohen Bedarf an Erdöl. Diese Entwicklung wird auch auf den Preistafeln der Tankstellen erkennbar.

Doch wer einige Regeln berücksichtigt, kann seinen Verbrauch deutlich verringern und beim Tanken Geld sparen. Selbst kleine Veränderungen können sich dabei auszahlen, denn in der Ausdauer liegt die Wirkung: Schon wer seinen durchschnittlichen Verbrauch um einen Liter pro 100 gefahrene Kilometer senkt, spart auf das Jahr gerechnet 150 Liter Benzin bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern, gibt der Auto Club Europa (ACE) zu Bedenken. Laut ADAC lässt sich der Verbrauch sogar um bis zu 20 Prozent reduzieren.

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Sprit sparen während der Fahrt

„Der Fahrstil ist ganz entscheidend“, sagt Andreas Hölzel vom ADAC. „Man sollte versuchen, mit dem Verkehr mitzuschwimmen“, so der Experte. Eine vorausschauende Fahrweise mit möglichst konstanter Geschwin­digkeit senkt den Verbrauch. Häufiges und starkes Bremsen sollte vermieden werden. Wer vor sich eine rote Ampel sieht, sollte vom Gas gehen und beim Heranrollen die Bremswirkung des Motors nutzen, erklärt Hölzel.

Auch hochtouriges Fahren reduziert den Benzinverbrauch. Die Faustregel lautet: Immer im höchstmöglichen Gang fahren, der Motor sollte allerdings nicht stottern. Der ACE empfiehlt, den ersten Gang nur zum Anrollen, maximal eine Fahrzeuglänge lang, zu nutzen. Schon ab 25 km/h sollte demnach in den dritten Gang geschaltet werden, ab 50 km/h sollte man obligatorisch im fünften Gang fahren, so der Auto Club.

Bei längeren Fahrten über die Autobahn kann man ganz einfach Benzin sparen, indem man etwas langsamer fährt. „Je höher die Geschwindigkeit, desto größer der Verbrauch“, erklärt Hölzel. Im Stadtverkehr sollte man sich möglichst an die Richtgeschwindigkeiten halten. Auf der Autobahn sei man mit etwa 130 km/h optimal unterwegs.

Wer steht, sollte den Motor ausschalten. Auch das kann erheblich Benzin sparen. „Viele modernere Fahrzeuge haben bereits die Start-Stopp-Automatik“, sagt Hölzel. Aber auch bei älteren Modellen lohne sich das Abschalten, wenn man voraussichtlich mindestens 20 Sekunden steht.

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Benzinpreis erreicht Acht-Jahres-Hoch - Diesel legt stark zu
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Man kann es mittlerweile jeden Tag an den Zapfsäulen beobachten. Die Spritpreise steigen immer weiter und erreichen zwischenzeitlich ein Achtjahreshoch.  © dpa

Richtig tanken

Auch beim Tanken gibt es Regeln, mithilfe derer sich effektiv Sprit sparen lässt. Entscheidend ist hier laut ADAC vor allem die Uhrzeit: „Zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr sind die Preise meist am niedrigsten“, sagt Hölzel. Im Tagesverlauf schwanke der Preis um etwa 10 Cent pro Liter. Zwischen den Wochentagen gebe es stattdessen kaum noch Unterschiede.

Tank-Apps können eine hilfreiche Unterstützung bei der Suche nach dem günstigsten Angebot bieten. Das erzeuge einen Wettbewerb zwischen den Tankstellen, der die Preise im Gleichgewicht halte, so Hölzel. Der Experte rät aber davon ab, weite Umwege zur günstigeren Tankstelle zu fahren, da sich die Ersparnis durch den zusätzlichen Weg dann nicht mehr lohnt. „Sinnvoll ist es, sich entlang einer geplanten Strecke die günstigste Tankstelle auszusuchen“, erklärt Hölzel.

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Das Auto sparsam machen

Auch am Fahrzeug selbst lässt sich der Spritverbrauch durch mehrere Faktoren beeinflussen – etwa durch das Gewicht: Unnötige Gegenstände sollten deshalb besser ausgeladen werden. Vor allem Dachträger, Dachboxen oder Fahrradträger steigern den Spritverbrauch laut ADAC signifikant. Das Gleiche gilt aber auch für Getränkekisten.

Auch zu wenig Luft in den Reifen kann den Verbrauch unnötig erhöhen. Deshalb sollte der Druck bei jedem zweiten Tankstopp überprüft werden, rät der ACE. Denn schon 0,5 Bar weniger im Reifen lasse den Kraftstoffverbrauch um rund 5 Prozent steigen. Der ADAC empfiehlt sogar die Anschaffung von Energiesparreifen. Damit lasse sich bis zu einem halben Liter Sprit pro 100 Kilometer sparen.

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Schließlich raten die Experten dazu, das Auto für kürzere Strecken am besten ganz stehen zu lassen. Denn bei kaltem Motor verbraucht ein Auto am meisten Sprit. „Es spricht nichts dagegen, kürzere Strecken zu Fuß zu gehen oder auf Fahrrad, Bus oder Bahn umzusteigen“, sagt Hölzel.

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