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Zu wenig schwarze Schauspieler? Kritik an Musicalverfilmung „In the Heights“

  • Vor wenigen Tagen startete der Film „In the Heights“ in den US-Kinos, der in dem vielfältigen New Yorker Stadtteil Washington Heights spielt.
  • Doch nun hagelt es Kritik: Die Besetzung sei zu weiß.
  • Die Verantwortlichen beziehen Stellung.
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Eigentlich wollte „In the Heights“ als überfälliges Korrektiv gegen die Unterrepräsentation von Latinos in Hollywood agieren – und warb sogar mit dieser Absicht. Doch nun wird die Verfilmung des Tony-prämierten Musicals kritisiert.

Nach dem Kinostart des Films, der im New Yorker Stadtteil Washington Heights spielt, brachen Diskussionen im Netz darüber los, ob das Drama die Afro-Latino-Nachbarschaft im gezeigten Viertel angemessen repräsentiere. Auch Produzent Lin-Manuel Miranda, welcher das Originalmusical schrieb, äußerte sich zur Debatte.

Am Sonntag verbreitete sich ein Video des Onlinemagazins „The Root“ rasant im Internet, in dem die Moderatorin den „In the Heights“-Regisseur Jon M. Chu und die Schauspieler Melissa Barrera, Leslie Grace und Gregory Diaz IV mit den Besetzungsentscheidungen konfrontierte: „Was würden Sie Leuten sagen, die sagen, dass ‚In the Heights‘ weiße und hellhäutige Latinos privilegiert?“

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Regisseur Chu räumte daraufhin ein, es sei „ein faires Gespräch“. „Ich hoffe, das ermutigt mehr Menschen, mehr Geschichten zu erzählen, rauszugehen und es richtig zu machen“, führte er weiter aus.

Nur eine schwarze Schauspielerin

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Bei Leslie Grace handelt es sich um die einzige Afro-Latina unter den Hauptdarstellern. „Bevor ich diesen Film drehte, war mir nicht klar, dass ich mich selbst oder Leute, die wie meine Geschwister aussehen und die dunkler sind als ich, auf der Leinwand nicht wirklich zu sehen bekam“, erklärte Grace. Am Montagnachmittag äußerte sich auch Lin-Manuel Miranda zu der Kritik.

„Ich höre, dass sich die Arbeit ohne ausreichende dunkelhäutige Afro-Latino-Repräsentanz anfühlt, als würde sie die Gemeinschaft, die wir so gerne mit Stolz und Freude repräsentieren wollten, ausklammern“, so der Musicalautor auf Twitter. „Ich lerne aus dem Feedback, ich danke Ihnen, dass Sie es ansprechen, und ich höre zu.“

Ab 22. Juli soll „In the Heights“ auch in deutschen Kinos zu sehen sein.

RND/Teleschau

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