ZDF-Talk: Markus Lanz weist Maaßen in die Schranken - und bekommt Zuspruch

  • In der ZDF-Sendung am Dienstag fand Moderator Markus Lanz klare Worte gegenüber Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen.
  • Der hatte zuvor die Rettung von schiffbrüchigen Flüchtlingen durch Hilfsorganisationen als “Shuttle-Service” bezeichnet.
  • Für seine Reaktion bekam der Moderator viel Zuspruch.
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Hamburg. Für seine klaren Worte gegen die umstrittenen Äußerungen von Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat Talkshow-Gastgeber Markus Lanz viel Zustimmung geerntet. In seiner ZDF-Sendung am Dienstagabend sagte der Moderator seinem Gast, der zuvor seine umstrittenen Äußerungen zur Migrationspolitik bekräftigt hatte, klar die Meinung: "Ich denke, gerade jemand von ihrem Gewicht und jemand, der ihren Job gemacht hat, oder von ihrer Intelligenz, sollte so etwas einfach nicht sagen." Lanz bekam dafür viel Applaus - sowohl von seinem Studio-Publikum als auch in den sozialen Netzwerken.

Lanz wirft Maaßen "billige Provokation" vor

Konkret ging es darum, dass Maaßen die Rettung von schiffbrüchigen Flüchtlingen durch Hilfsorganisationen als "Shuttle-Service" bezeichnet hatte. "Muss man so eine billige Provokation hinlegen?", fragte Lanz ihn. "Wir sind leider in Deutschland schon an dem Punkt, wo man solche billigen Tricks verwenden muss, weil die Leute nicht mehr miteinander reden und die Leute nicht bereit sind, die Dinge beim Namen zu nennen", erwiderte Maaßen. Er warf den klassischen Medien vor, gezieltes "Framing" zu betreiben, um eine bestimmte Weltsicht zu transportieren - etwa durch die Verwendung des Begriffs "Flüchtlinge".

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Maaßen war als Verfassungsschutzpräsident massiv in die Kritik geraten

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Maaßen war als Verfassungsschutzpräsident vergangenes Jahr massiv in die Kritik geraten, weil er bezweifelt hatte, dass es nach der Tötung eines Deutschen in Chemnitz zu "Hetzjagden" auf Ausländer gekommen sei. Im November 2018 versetzte ihn Bundesinnenminister Horst Seehofer in den einstweiligen Ruhestand. Maaßen ist CDU-Mitglied und Mitglied der stark konservativen Werteunion.

RND/dpa

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