ZDF-Intendant gegen TV-Vorstoß von Initiative „Klima vor acht“

  • Seit Monaten fordert die Initiative „Klima vor Acht“ einen prominenten Sendeplatz für Klima-Themen in der ARD, bislang ohne Erfolg.
  • Auch bei den öffentlich-rechtlichen Kollegen vom ZDF stößt das Ansinnen auf taube Ohren.
  • Intendant Thomas Bellut betont, dass es Aufgabe der Redaktionen sei, die Themen zu setzen.
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Leipzig. Mit Blick auf die Forderung der Initiative „Klima vor acht“ an die ARD, täglich zur besten Sendezeit eine Klimaberichterstattung anzubieten, hat ZDF-Intendant Thomas Bellut die Rolle und Bedeutung der Redaktion betont. „Die Journalistinnen und Journalisten bestimmen, welche Themen gesetzt werden. Das ist das Prinzip der freien und offenen Medien“, sagte er am Dienstag in einer Gesprächsrunde bei den Medientagen Mitteldeutschland. Er finde es falsch, so etwas vorzugeben. „Denn damit macht man auch Politik. Ist das unsere Aufgabe? Nein.“

Im März war bekanntgeworden, dass die im August 2020 gegründete Initiative einen Offenen Brief an die ARD gerichtet hatte. Der Privatsender RTL hatte kurz darauf den Impuls der Vereinigung aufgegriffen und ein neues regelmäßiges Format in Aussicht gestellt, in dem eine verständliche Klimaberichterstattung im Fokus stehen soll.

RND/dpa

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