Youtuber Rezo über die Gamer-Debatte: „Innenminister labert Scheiße“

  • Youtuber Rezo, der durch sein Video „Die Zerstörung der CDU” zum Star wurde, schreibt ab sofort 14-täglich für „Zeit Online”.
  • Gesellschaftlich relevanten Themen soll er die spezielle Rezo-Sicht verpassen.
  • In seinem Debüt haut er dem amtierenden Bundesinnenminister Horst Seehofer dessen ihm viel zu pauschalisierende Überwachungsforderung für Gamer um die Ohren.
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Youtuber Rezo, der mit dem Video „Die Zerstörung der CDU“ für Aufsehen gesorgt hatte, hat jetzt eine Kolumne bei „Zeit Online“, wie der Mediendienst Meedia berichtet. Unter dem Titel „Rezo stört“ nimmt er künftig alle zwei Wochen ein „großes gesellschaftliches Thema“ unter die Lupe.

In seinem Debüt widmet er sich im vertrauten Rezo-Slang den Worten von Innenminister Horst Seehofer über die Gamerszene, die man nach dem Anschlag von Halle stärker überwachen müsse. „Ein Nazi tötet, ein Innenminister labert Scheiße und der Rest der Bevölkerung lässt sich vom Wesentlichen ablenken“, schreibt Rezo.

Rezo: „Er sprach von Gamern, nicht von verlorenen Seelen“

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Der Youtuber wirft dem Minister unbotmäßige Verallgemeinerung vor: „Er sprach von Gamern, nicht von verlorenen Seelen in Alt-Right-Memeforen oder auf rechtsextremen Discord-Servern.“ Es gebe „die Gamerszene“ genauso wenig „wie ,die Kaffeetrinkerszene‘ oder ,die Laugenbrezel-Esser-Szene‘“. Rezos Fazit: „Lieber soll Seehofer ständig sagen dürfen, dass er zu einem Thema noch keinen Plan hat, als dass er uns mit dummen Quatschaussagen von relevanten Themen ablenkt.“

Bei „Zeit Online“ ist man froh über den prominenten Neukolumnisten: Rezo sei zu einer „wichtigen Stimme geworden, die weit über seine Generation hinaus Gehör findet“, sagt Jochen Wegner, Chefredakteur von „Zeit Online“.

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RND/hal