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“Schwarz-Weiß-Challenge”: Ein Instagram-Trend mit feministischer Botschaft

  • Momentan geht auf Instagram ein Trend um: Frauen posten Selfies in Schwarz-Weiß-Filtern.
  • Was oberflächlich scheint, hat eine wichtige Message.
  • Doch aus der Community gibt es Kritik.
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Hannover. Reese Witherspoon, Kerry Washington, Jennifer Garner: Sie gehören zu den Schauspielerinnen, die auf Instagram an der “Schwarz-Weiß-Challenge” teilgenommen haben. Doch wer in seinen Feed schaut, weiß, dass nicht nur bekannte Persönlichkeiten Selfies mit Schwarz-Weiß-Filtern posten. Das zeigt der dazugehörige Hashtag “#challengeaccepted”: Dort finden sich mittlerweile mehr als 3,9 Millionen Postings.

Witherspoon schreibt beispielsweise zu ihrem Foto: “Danke an all die magischen Frauen in meinem Leben für die unendliche Liebe und Unterstützung. Mögen wir alle weiterhin ein Licht aufeinander werfen. Darum geht es in der Schwesternschaft.”

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Mit der Challenge soll also auf Frauenfreundschaft, Unterstützung und Feminismus aufmerksam gemacht werden. Das bestätigt auch ein Sprecher von Instagram auf Anfrage der “New York Times”: Die meisten Teilnehmerinnen würden im Zusammenhang mit den Fotos über “Stärke und Unterstützung” schreiben.

Kritik von Frauen

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Auch wenn die Botschaft dahinter eine vermeintlich positive ist, gibt es Kritik an ihr. Ähnlich wie zu den schwarzen Kacheln am “#blackouttuesday” wird der Trend im Netz als performativ kritisiert. Auf Twitter schlagen Frauen vor, dass es doch besser wäre, Bücher oder Produkte von Frauen zu teilen anstatt Selfies zu posten. Dies sei eventuell “angemessener”, heißt es zum Beispiel in einem Tweet.

Woher die Challenge stammt, ist nicht sicher. Schwarz-Weiß-Trends auf Social-Media-Plattformen gibt es immer wieder, zum Beispiel im Jahr 2016. Damals posteten User Selfies, um auf Krebskrankheiten aufmerksam zu machen.

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Doch wie die New York Times herausgefunden hat, hat die Challenge erst Aufwind bekommen, nachdem ein Video der US-Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio Cortez viral gegangen ist. In der Rede kontert die Demokratin eine sexistische Beleidigung, die ihr auf dem Weg zur Arbeit von einem republikanischen Kongressabgeordneten zugerufen wurde.

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