• Startseite
  • Medien & TV
  • Wodka und Anekdoten bei „Inas Nacht”: Caren Miosga präsentiert „Tagesthemen” auf Russisch

Wodka und Anekdoten bei „Inas Nacht”: Caren Miosga präsentiert „Tagesthemen” auf Russisch

  • Als „Tagesthemen”-Sprecherin kennt man Caren Miosga höchst seriös.
  • In der Unterhaltungsshow „Inas Nacht” zeigt sie sich nahbar, gut gelaunt und zum Scherzen aufgelegt.
  • Sie präsentiert die „Tagesthemen” auf Russisch und erzählt Anekdoten vom ersten Kuss, von einem Mofaunfall und vom Dalai Lama.
Anzeige
Anzeige

Mit den Worten „Sie ist in Niedersachsen geboren, sie liebt die russische Seele und noch mehr liebt sie den russischen Wodka” begrüßte Gastgeberin Ina Müller in ihrer Unterhaltungsshow am Donnerstagabend Caren Miosga. Bekanntermaßen wird in der Stammkneipe beziehungsweise Sendung gerne das ein oder andere Glas geleert – und tatsächlich hatte die „Tagesthemen”-Moderatorin ihren Lieblingswodka als Geschenk dabei. Und der wurde ausgiebig verkostet. „Wie wirst du, wenn du betrunken bist?”, wollte Ina Müller wissen. „Wahnsinnig albern”, gestand die Journalistin, aber „heute Abend ist halt albern.” Zu viel dürfe es jedoch nicht werden, sonst erzähle sie „dann auch versaute Geschichten, das geht nicht”, so Miosga im Scherz.

Zunächst ging es im launigen Gespräch um ihre Liebe zu Russland. Ungewöhnlicherweise wurde in ihrer Heimat Peine Russisch als Schulfach angeboten, auch noch von einem ihrer Lieblingslehrer. „Es hat sofort gematcht mit mir und Russisch.” Wie gut sie die Fremdsprache spricht, bewies Miosga mit einer russischen „Tagesthemen”-Begrüßung, die sie bereits in der regulären Ausgabe der Nachrichtensendung früher am Abend angekündigt hatte. Ernster Blick in die Kamera, dann folgte die Nachricht, die auch die dem Russischen nicht mächtige Gastgeberin übersetzen konnte: „Ich hab’s verstanden, Ina Müller ist Kanzlerin”, jubelte Müller. Allerdings war sie selbst der Meinung: „Ich glaube, das wäre für Deutschland der Untergang.”

Das Stream-Team Die besten Serien- und Filmtipps für Netflix & Co. ‒ jeden Monat neu.
Anzeige

Miosgas erster Kuss: „Ich war zwölf, er war 18“

Etwas ernster wurde es beim Thema Kirche. Ina Müller sprach mit Carmen Miosga über ihren Vater und dessen Entscheidung, Diakon zu werden. „Hast du denn nicht damals auch gesagt: ‚Oh wie uncool?‘“ Die Antwort fiel eindeutig aus: „Total.” Diskussionsstoff war für Miosga und ihre Schwestern demnach mehr als genug vorhanden. „Es gab natürlich unglaubliche Diskussionen, was dieses bekloppte Zölibat soll, warum Frauen keine Rollen spielen in der Kirche.” Grundsätzlich war ihr Vater in vielen Dingen einer Meinung mit ihnen. „Mein Vater ist eigentlich auch auf der Seite der Reformer und findet, dass das schneller gehen müsste”, so die 52-Jährige. „Aber wenn man da drinsteckt, dann denkt man, dass man das aushalten müsste bis es dann endlich passiert.”

Im weitesten Sinne hat auch Miosgas erster Kuss mit der Kirche zu tun: „Der erste Kuss war in einer katholischen Ferienfreizeit”, gestand sie. „Da war ich zwölf.” War Müller angesichts des zarten Alters bereits erstaunt, folgte die pikante Stelle der Geschichte noch. „Doch es wird noch schlimmer, denn er war Betreuer und er war 18”. Heute stände man damit wohl „mit einem Bein im Knast.” Damals war Miosga ziemlich beeindruckt. „Er brachte Peter Buschs Gitarrenbuch mit und ich habe gelernt ‚Country Roads‘ zu singen.“

Auch eine Anekdote, die Caren Miosga selbst als „Dummheit” bezeichnet, kam zur Sprache. Sie stammt aus der siebten oder achten Klasse. „Illegal habe ich auf einem Mofa gesessen, habe versucht, damit fahren zu lernen”, berichtete die Journalistin. In ihrer Aufregung sei die Koordination verloren gegangen. Sie hatte „Gas und Bremse verwechselt, bin dann die Treppe des Eingangs des Gymnasiums hochgefahren und bin einmal gegen die Glastür, und die zerschepperte.” Allerdings sei ihr selbst bei der waghalsigen Aktion nichts passiert.

„Bis morgen ihr Trottel” wohl keine gute Verabschiedung

Auch mit Blick auf ihr Berufsleben plauderte Miosga aus dem Nähkästchen – so berichtete sie etwa von einem denkwürdigen Interview mit dem Dalai Lama. „Das ist ja für wahnsinnig viele Menschen eine Gottheit”, machte sie die Relevanz ihres damaligen Gegenübers deutlich. „Es war dann ganz tragisch, weil er die ganze Zeit denselben Gesichtsausdruck hatte.” Offenbar lächelte der Buddhist immer gleich, selbst wenn er über schwierige, gar traurige Themen sprach. „Ich konnte das nicht aushalten”, berichtete Miosga, die sich damals ob der absurden Situation laut Eigenaussage ein Lachen verkneifen musste.

Für ihre jetzige Tätigkeit bei den „Tagesthemen” hatte Ina Müller dann direkt ein paar Vorschläge parat. Neben dem Outfit – Müller findet, Miosga könne auch in Jeans moderieren – schlug sie der Moderatorin einen Spruch zum Abschied vor. Während ihre männlichen Kollegen sich mit einem individuellen Satz verabschieden, verzichtet Miosga bewusst darauf. Müllers Ideen waren dann doch eher praxisuntauglich: „Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht, das Lichtlein wird nun ausgemacht”, war eine unkonventionelle Variante. „Morgen schon ist heut schon gestern, ich geh’ jetzt über Buhrow lästern”, ließe sich auch im Namen flexibel anpassen, witzelte die Gastgeberin. Eher ungut auch: ein schlichtes „Bis morgen ihr Trottel”.

RND/Teleschau

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen