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Wissen mit Witz weitergeben: Wie Harald Lesch und Ranga Yogeshwar im TV die Welt erklären

  • Die Wissenschaftler Harald Lesch und Ranga Yogeshwar gelten als die klügsten Köpfe im Fernsehen und sind in Zeiten von Corona und Klimakrise gefragt wie nie.
  • Die beiden Wissenschaftler verstehen sich darauf, komplexe Zusammenhänge leicht und mit einer Prise Humor zu vermitteln.
  • Und auch einen Nachwuchsstar gibt es: die 33-jährige Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim, die seit 2015 einen eigenen Youtube-Kanal betreibt.
Martin Weber
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Fernsehen macht dumm? Von wegen: Vor allem zwei Herren mit Grips beweisen seit vielen Jahren, dass sich beim Fernsehgucken auch eine ganze Menge lernen lässt. Harald Lesch und Ranga Yogeshwar heißen die beiden Physiker, die auf dem Bildschirm seit vielen Jahren unbeirrt die Fahne der Wissenschaft hochhalten. Die Naturwissenschaftler erklären im Fernsehen komplexe Zusammenhänge und dozieren auch immer wieder in Talkshows über Themen wie Klimawandel, künstliche Intelligenz oder die Auswirkungen der Digitalisierung.

Die beiden klügsten Köpfe im deutschen Fernsehen

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Beide sind in Zeiten von Corona-Krise und Klimawandel gefragt wie nie. Dabei verbindet Ranga Yogeshwar und Harald Lesch eine Fähigkeit, die sie vor vielen Kollegen aus dem Wissenschaftsbetrieb auszeichnet: Sie können verzwickte Zusammenhänge verständlich und oft auch mit einer Prise Humor erklären. „Wichtig ist, dass Wissenschaftler sich selbst und ihre Wissenschaft auch mal auf den Arm nehmen können“, erklärt der Astrophysiker und Naturphilosoph Harald Lesch, den viele neben Yogeshwar für den klügsten Kopf im deutschen Fernsehen halten.

Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Lesch, der schon viele Bücher geschrieben hat, ist seit mehr als 25 Jahren Professor für Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und startete seine nebenberufliche TV-Karriere Ende der Neunzigerjahre beim Bayerischen Rundfunk. 2008 übernahm er als Nachfolger von Joachim Bublath die renommierte ZDF-Sendung „Abenteuer Forschung“, die später in „Leschs Kosmos“ umbenannt wurde.

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Lesch: „Ich muss weder Außerirdische noch Götter zu Rate ziehen“

Seit mehr als zehn Jahren moderiert der gebürtige Gießener zudem im ZDF die Reihe „Terra X: Faszination Universum“ und erklärt den Zuschauern auf unterhaltsame Art, was es mit Galaxien, Planeten, der dunklen Materie oder auch der Möglichkeit von außerirdischem Leben auf sich hat.

„Als kritischer Rationalist halte ich mich erst einmal daran, dass es auf der Welt mit rechten Dingen zugeht und dass die Naturgesetzmäßigkeiten gelten“, erklärt der in zweiter Ehe mit einer Astronomin verheiratete Vater eines erwachsenen Sohnes. „Das heißt, ich kann immer einen vernünftigen Grund dafür finden, warum Dinge passieren, und muss weder Außerirdische noch Götter zurate ziehen.“

Lesch, der auch den Internetkanal Youtube als Plattform nutzt, aber kein Smartphone besitzt, versteht sich in erster Linie als Hochschullehrer: „Das nimmt nach wie vor die meiste Zeit in Anspruch. Die Arbeit fürs TV umfasst gerade mal ein Fünftel meiner Arbeitszeit, vier Fünftel entfallen auf Lehre und Forschung.“ Seine TV-Auftritte machen Lesch, der in Haar bei München lebt, aber nach wie vor viel Spaß: „Wenn man wissenschaftliche Themen mit Humor, aber auch mit einem liebevollen Blick angeht, dann lassen sie sich auch unterhaltsam darstellen.“

Yogeshwar: „Ich halte meine Lernkurve gerne hoch“

Ein Motto, das auch für den ein Jahr älteren Ranga Yogeshwar gelten kann: Der 1959 als Sohn eines indischen Ingenieurs und einer luxemburgischen Künstlerin in Luxemburg geborene Yogeshwar studierte Experimentalphysik und kam schon Ende der Achtzigerjahre zum Fernsehen. Von 1993 bis 2018 moderierte er im WDR die Wissenschaftssendung „Quarks“ und von 2006 bis 2017 mit Frank Elstner „Die große Show der Naturwunder“ im Ersten.

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Der verheiratete Vater von vier Kindern, der in Hennef bei Bonn lebt, ist als viel beschäftigter Wissenschaftsjournalist, Buchautor und Referent tätig – inklusive vieler TV-Auftritte. Dabei begeistert er sich immer wieder für neue Themen: „Ich halte meine Lernkurve gern hoch. Routine empfinde ich als furchtbar“, sagt der mit vielen Preisen ausgezeichnete Luxemburger, der die Moderation von „Quarks“ vor drei Jahren an Mai Thi Nguyen-Kim und Ralph Caspers abgab.

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Die 33-jährige Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim, deren Eltern aus Vietnam stammen und die seit 2015 einen eigenen Youtube-Kanal betreibt, gilt derzeit als der große Nachwuchsstar des Wissenschaftsjournalismus im deutschen Fernsehen. Sie ist gerade mit dem renommierten Grimmepreis ausgezeichnet worden und soll Ende des Jahres eine eigene Wissenschaftsshow bei ZDF neo bekommen.

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