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„Wer wird Millionär“: Pro-Sieben-Mitarbeiter verzockt sich bei RTL

"Wo kauft man B7 nach DIN EN 590?" lautete die 64.000 Euro-Frage für Hans Merten. Nein, nicht im Schreibwarenhandel, sondern an der Tanke! Und zurück auf 500 Euro.

In seiner Eigenschaft als Autor und „Sprachtrainer“ bemüht er sich bei ProSiebenSat.1 um das geschliffene Wort. Gleichzeitig bestätigt „Wer wird Millionär?“-Kandidat Hans Merten (60) einen von Günther Jauch geäußerten Verdacht: „Die können dort gar nicht sprechen.“ - „Welcher Fehler ist RTL da wohl passiert?“, mutmaßt der Moderator und zeigt sich besorgt um das Budget: „Da können wir den Gewinn auch direkt überweisen.“

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So viel verschmitzte Gehässigkeit gegenüber der Konkurrenz muss sein. Und was sich für die allzu kurze Dauer von „Hackys“ (so Mertens Fußball-Spitzname) „Wer wird Millionär?“-Gastspiel zwischen dem Quiz-Duo entspann, belegt wenigstens: Der Münchner Sender beschäftigt zwar keinen Jauch, ansonsten aber auch richtig gute Leute.

Günther Jauch plaudert über seine Frau: „Da war sie sehr beeindruckt“

Oder zumindest Leute mit außergewöhnlichem Profil: Neben einer Leidenschaft für das „Hemdenbügeln während langatmiger Sportübertragungen wie Skispringen“ war „Hacky“ („Da ist man wenigstens etwas gefordert“) schon Mitglied in Hobby-Fußballteams mit klangvollen Namen wie „Veuve Trikot“, „Standing Ovations“, „Hinter Mailand“ und - da muss selbst Jauch laut kichern - „Juventus Urin“. „Den kannte ich noch nicht“, muss der welt- und sportgewandte Moderator zugeben: „Der ist gut.“

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Auch sonst ist der Quizmaster bester Laune und gibt sogar Details aus seinem sonst so wohl behüteten Privatleben preis: Beim Stichwort „Standing Ovations“ kommt zutage, dass Merten vor seiner Münchner Sender-Karriere in Berlin als Konzertveranstalter tätig war, unter anderem für James Last: „War prima und die Bude immer voll.“ Einig amüsieren sich Jauch und Merten über die minimalistische Dirigiertechnik des legendären Bandleaders (Merten: „Wie darauf jemals ein ganzes Orchester reagieren konnte, weiß ich nicht“).

Großen Eindruck machte James Last jedoch seinerzeit auf Jauchs Ehefrau Thea: „James Last war der erste Prominente, der ihr jemals im echten Leben begegnet ist“, plaudert der Show-Profi aus dem Nähkästchen: „Irgendwo am Bodensee tauchte er plötzlich auf der Straße auf. Da war sie sehr beeindruckt.“ Doch offenbar hat sich Frau Jauch, wie ihr durchaus auch nicht unbekannter Gatte vor laufender Kamera bekennt, schnell an die Nähe zum Glamour gewöhnt: „Diese Ehrfurcht hat sich bei einem weiteren Prominenten, den sie später im Leben kennenlernte, sehr abgenutzt.“

Günther Jauch spottet: „Das Schlimmste: Sie müssen weiterhin zu Pro Sieben“

Bei solch kurzweiliger Plauderei wirkten die formatbedingten Quizfragen fast störend. Besonders, als die Norm einzog: „Wo kauft man B7 nach DIN EN 590?“ lautete die 64.000 Euro-Frage mit den Optionen „Schreibwarenhandel“, „Apotheke“, „Tankstelle“ und „Bäckerei“. „Im Schreibwarenhandel!“, war auch Mertens und Jauchs erste Assoziation, vermutlich in Erinnerung an ellenlange Heftlisten zu Beginn eines jeden Schuljahres. „Packen Sie‘s in die B7, dann quetscht es nicht so“, überlegte Merten auch die Bäcker-Variante, während Jauch in puncto Apothekenkauf durchaus verschiedene Kondomgrößen visualisierte („Haben Sie‘s auch in meiner Größe, B7?“).

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Und dann die Tragödie bei 32.000 Euro: Es geht nicht um karierte Blöcke, sondern die Tanksäule, genauer gesagt den dort vermerkten Bio-Anteil im Dieselkraftstoff. Für Hans Merten ging es um genau 31.500 Euro - so viel weniger nimmt er jetzt mit nach Hause. „Und das Schlimmste“, zeigt sich Jauch empathisch: „Sie müssen weiterhin zu Pro Sieben.“ „Na ja“, zeigt sich Merten gefasst: „Ich bin im Home Office.“

Besser lief es am Montagabend bei „Wer wird Millionär?“ für Marcella Atlanta Akalin aus Düsseldorf. Die Neurologin gewann 64.000 Euro. Zahnmedizinerin Mariana Lenz steht bei 16.000 Euro. Sie kehrt in der nächsten Ausgabe der Quizshow zurück.

RND/Teleschau

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